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  • Finanzamt Zeil a. Main
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  • Finanzamt Zeil a. Main
    Außenstelle Ebern
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    96106 Ebern

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Geschichte

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Geschichte des Finanzamtes Zeil a. Main

Das heutige Finanzamt befindet sich in einem Gebäude, das Lothar Franz von Schönborn, sowohl Bischof von Bamberg als auch Erzbischof von Mainz, zwischen 1695 und 1705 erbauen ließ. Mit der Errichtung seiner neuen Hofhaltung in Bamberg (Residenz) und dem Ausbau seiner Jagdschlösser gehörte der kunstsinnige und hochbegabte Kirchenfürst zu den führenden Persönlichkeiten des mitteldeutschen Kunstlebens. Ob die Errichtung des Zeiler Jagdschlosses allerdings Leonhard Dientzenhofer, der zu dieser Zeit Hofbaumeister in Bamberg war, zugeschrieben werden kann , lässt sich nicht eindeutig belegen. Ab 1818 wurde das Gebäude bereits als königliches Finanzamt genutzt, vorher war es Kastenhof zur Ablieferung der Abgaben.

Das Gebäude selbst besteht aus zwei doppelgeschossigen Längsflügeln, die im Süden durch einen weiteren Querflügel in der Form eines Hufeisens miteinander verbunden sind. Wegen des abschüssigen Geländes ist dieser Querflügel dreigeschossig. Als Baumaterial wurden vorwiegend Steine der Ruine Schmachtenburg verwendet, bei deren Errichtung wiederum Steine aus der zerfallenen Ganerbenburg am heutigen Zeiler Käppele Verwendung gefunden hatten. Die Ganerbenburg ist nachweislich aufgrund von Erbstreitigkeiten zerstört worden. Dass hierfür die Erbschaftsteuer ursächlich war, die nicht gezahlt werden konnte, wird nach wie vor in weiten Kreisen behauptet. Die Geschichtswissenschaft hat hierfür jedoch keine Anhaltspunkte gefunden und lehnt diese Theorie ab. Die Schmachtenburg jedoch war unstrittig von den Zeilern und Schmachtenbergern im Bauernkrieg 1525 erstürmt und angezündet worden, weil zu hohe Steuern und Abgaben die Bauern und Bürger drückten. Damals wurde diese Burg mit dem bischöflichen Amtmann auch Raubritterburg genannt. Gedankliche Verbindungen zur heutigen Bestimmung des Gebäudes werden in der Bevölke-rung gerne hergestellt.

Die Schlossanlage wurde als Zweckbau im Stil des frühen Barock errichtet. Sie wirkt von außen eher nüchtern. Auf hervorstehende Stilmerkmale und schmückendes Beiwerk wurde verzichtet. Einziges Attribut jener an sich prunkvollen Epoche ist das Wappen des Fürstbischofs über dem Portal, das Zeiler Steinmetze aus heimischen Sandstein gefertigt haben. Ein im Hofraum befindlicher Treppenturm ist mit großer Wahrscheinlichkeit erst im 19. Jahrhundert errichtet worden.

Die heutige Nutzung des Gebäudes als Finanzamt ist im Zusammenhang mit der Zeit der Säkularisation Anfang des 19. Jahrhunderts und der Angliederung Frankens an Bayern zu sehen. Das damalige Rentamt sollte zunächst im benachbarten Eltmann untergebracht werden. Weil es dort an geeigneten Räumen fehlte, verfiel man auf das Zeiler Schloss, das mittlerweile bereits als bischöfliches Kastenamt genutzt wurde.

Geschichte der Außenstelle Ebern

Die heutige Außenstelle Ebern in der Rittergasse 1 ist im Jahr 1722 als fürstbischöfliches Amtshaus errichtet worden. Baumeister war Johann Georg Greb. Hier zogen die würzburgischen Amtmänner ein, deren Sitz bereits 1685 von der Burg Raueneck nach Ebern verlegt worden war. Vorher, so meint der „Stadtverschönerer“ Karl Hoch, war hier eine Freyung gewesen, in der die Ritter ihre Versammlungen abhielten und aufgrund ihrer Macht und ihrer Rechte jeden, der bei ihnen Schutz suchte und ihr Wohlgefallen fand, vor dem Zugriff der Behörden bis zum Reichsoberhaupt bewahren konnten.

Architektonisch gesehen handelt es sich beim Eberner Finanzamt um einen zweiflügeligen, zweigeschossigen Bau mit „rustizierten Eckpilastern mit toskanischem Kapitell“. Die Fenster haben einfache, modisch verkröpfte Sandsteinprofile und sind senkrecht durch sogenannte Risalite verbunden. Hans Karlinger nannte das ganze 1916 in seiner Beschreibung der „Kunstdenkmäler im Bezirksamt Ebern“ eine „sehr gefällige, charakteristische Spätbarockanlage“.

Weil er den Ruf der Finanzämter kannte, mahnte Stadtverschönerer Karl Hoch, das Eberner Gebäude nicht mit „Misstrauen oder Verachtung“ zu strafen. Vielmehr solle man ihm „Interesse, Ehrfurcht und Hochachtung“ entgegenbringen, ist es doch durch das Leben und Schaffen eines der größten deutschen Dichter und Denker, Friedrich Rückert, „geweiht und geheiligt“. Sein Vater Johann Adam Rückert war im Sommer 1809 nach Ebern gezogen, das damals rund 1200 Einwohner hatte. Johann Adam Rückert war großherzoglicher Rentamtmann, wie bis zum Ersten Weltkrieg die Leiter von Finanzämtern bezeichnet wurden. Er blieb hier bis zu seiner Versetzung am 06. Oktober 1825 nach Schweinfurt. Der Dichter Friedrich Rückert ging also 16 Jahre im Rentamtsgebäude als seinem Elternhaus aus und ein, wohnhaft war er dort von 1809 bis 1821.

Mit der Gründung der Reichsfinanzverwaltung 1919 wurde das bisherige Bayerische Rentamt ein eigenständiges Finanzamt, bis es zum 01.07.1973 seine Eigenständigkeit verlor und Außenstelle wurde.

Im Rahmen der Neuorganisation und Optimierung der Finanzamtsaußenstellen (Projekt Verwaltung 21) wurden die bis dahin selbständigen Amtsbezirke des Stammamtes Zeil und der Außenstelle Ebern zusammengeführt. Die Aufgabenverteilung zwischen Stammamt und Außenstelle richtet sich seither nicht mehr nach dem Wohnsitz bzw. Sitz der Steuerpflichtigen, sondern insbesondere nach deren Namen. Außerdem sind bestimmte Arbeitsbereiche in der einen oder anderen Dienststelle zentralisiert. Durch die Einrichtung von Servicezentren können die laufenden steuerlichen Angelegenheiten in jeder Dienststelle erledigt werden, unabhängig davon, welche Dienststelle für die Veranlagung konkret zuständig ist.

Zum 01.04.2015 wurde die Finanzkasse des Finanzamts Zeil aufgelöst. Der Zahlungsverkehr erfolgt seither über die zentralisierte Finanzkasse beim Finanzamt Schweinfurt.

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