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Finanzamt Wunsiedel
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Geschichte

Kleiner Abriss zur Geschichte der Steuerverwaltung im Landkreis Wunsiedel

Bild vom Finanzamt Wunsiedel

Innerhalb des Landkreises Wunsiedel wurde die urkundlich nachweisbare Abgabenhistorie wesentlich durch die burg- bzw. markgräflich hohenzollersche Landesherrschaft geprägt! Sicherlich wurden jedoch schon vorher Steuern und Zölle von den Amtsleuten oder Vögten der jeweiligen Grund- oder Lehensherrschaft eingezogen.

Frühe zentrale Stätten landesherrschaftlicher Machtausübung waren der bereits 1326 zur Stadt erhobene Ort Wunsiedel, sowie die Reichsburg Hohenberg. Mit dem erheblichen Gebietszuwachs der hohenzollerschen Landesherren während des 14. Jahrhunderts, im Bereich des inneren Fichtelgebirges, entstand durch den Territorialisierungsprozeß das Bedürfnis nach einer straffen und geordneten landesherrlichen Verwaltungsstruktur.

Im Gegensatz zu den anderen hohenzollerschen Amtsbezirken Kulmbach, Bayreuth und Hof, hatte die sogenannte „Hauptmannschaft vorm Wald", mit "Wald" war der nahe Böhmerwald gemeint, keinen zentralen Verwaltungssitz. Es entstanden sechs kleine Ämter, in denen ranggleiche Amtsleute die Verwaltung und das Gerichtswesen ausübten. Diese sechs Amtsbezirke, das spätere sogenannte „Sechsämterland", waren: Wunsiedel mit Schönbrunn, Hohenberg, Rudolfstein/Weißenstadt, Epprechtstein/Kirchenlamitz, Selb und Thierstein. Den „Amts- oder Hauptleuten" standen Amtshelfer zur Seite, von denen der Vogt die Gerichtsbarkeit ausübte und der „Kastner" die Erhebung der Steuern und Zölle beaufsichtigte.

Anfangs waren in allen Ämtern Kastner vorhanden, die ausschließlich dem Landesherren zustehende Steuern und Zölle vereinnahmten. Von 1460 an hatten die Kastner, der Name kommt vom Aufbewahrungsort des Getreidezinses (Naturalabgabe) dem Getreidenkastengebäude, ihren Sitz stets in Wunsiedel. Die den Ämtern oder Adeligen zustehenden Steuern wurden aber weiterhin in den Amtsorten eingezogen.

Dieses überkommene und unflexible Abgabenrecht bestand bis zum Jahr 1791, als der preußische Erbfall eintrat und die Markgrafschaft Bayreuth dem preußischen Steuerrecht unterworfen wurde. Nach der Neuorganisation der Oberbehörden, folgte im Jahr 1797 die Formation der Kreise, Kameral- und Justizämter. Erstmals erfolgte eine Trennung von Justiz und Verwaltung. Das damals geschaffene Kammeramt Wunsiedel ist der direkte Vorgänger des heutigen Finanzamtes, genauso wie die Kreisdirektion für das Landratsamt Wunsiedel.

Infolge der napoleonischen Kriege musste Preußen die Markgrafschaft Bayreuth, ebenso wie Ansbach, an das junge Königreich Bayern abtreten. Die ehemaligen preußischen Kammerämter wurden per Ministerialentschließung vom 16.08.1811 in kgl. bayr. Rentämter umbenannt. Das Rentamt Wunsiedel umfasste auch weiterhin das Gebiet der ehemaligen „Sechs Ämter".

Bild vom Finanzamt Selb

Finanzamt Selb um 1910

Auf Wunsch der einflussreichen Bürgerschaft der Stadt Selb, richtete der bayrische Finanzfiskus im Jahr 1862 dort ein eigenständiges Rentamt ein. Es war zunächst im Rathaus untergebracht, bis im Jahr 1898 ein neues Rentamtsgebäude errichtet wurde, in dem die Behörde, die jetzige Außenstelle (seit 1973), noch heute ihren Sitz hat.

Das kgl. Rentamt Wunsiedel musste von 1845 bis 1903 in einer ehemaligen Zuckerfabrik logieren, bis in der Sonnenstraße ein neuerbautes Amtsgebäude bezogen werden konnte.

Am 11.08.1976 erwarb die bayrische Finanzverwaltung das benachbarte Anwesen Sonnenstraße 9 hinzu, das ehemalige Brandversicherungssamt. Nach etlichen Aus- und Umbauten genügt der imposante Bau auch heute noch den Anforderungen einer zeitgemäßen, modernen und bürgerfreundlichen Finanzverwaltungsbehörde.

Zum 01.03.2011 wurde beim Finanzamt Wunsiedel ein Datenerfassungs- und Scanzentrum neu eingerichtet, das sich inzwischen zu einem über die bayerischen Landesgrenzen hinaus bedeutenden Vorreiter der Digitalisierung der gesamten Verwaltung mit über 260 Beschäftigten entwickelt hat.

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