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08.10.2015 - Passauer Neue Presse

Der ewige Stenz und Karl Valentin

Florian Hannig stellt Bilder im Servicezentrum des Finanzamts aus

von Theresia Wildfeuer

Ausstellungseröffnung
Die neue Ausstellung mit Bildern von Florian Hannig eröffneten Stellvertretende Amtsleiterin Andrea Diezmann und Geschäftsstellenleiter Michael Veit (rechts) im Servicezentrum des Finanzamts.
-Foto: Wildfeuer

Eindrucksvolle Gesichter und auch abstrakte, großformatige Arbeiten zeigt Florian Hannig aus Grainet im Servicezentrum des Finanzamts.

"Ich porträtiere Leute, die mich nachhaltig beeinflussten", erzählt Florian Hannig. Ihn beeindruckten der Humor und die schauspielerische Leistung, das "Treuherzig-Doofe und trotzdem Ausgefuchste" der Filmfigur des "Monaco Franze", den Helmut Fischer nach der Regie von Helmut Dietl mimte. Der Künstler gab dem Bild den Titel "Monaco". Das Studium in München habe ihn der Wirkungsstätte des Schauspielers nahe gebracht. Er sei oft im Café "Münchner Freiheit" gewesen, Schwabing sei seine zweite Heimat geworden.

Lieblingsmotiv von Florian Hannig ist allerdings Karl Valentin. Er beschäftigt sich mit dem Humoristen und der Person hinter der Maske, den Abgründen und der tragischen Seite des Karl Valentin. Dies bringt der Maler in seinem Valentin-Portrait durchaus zum Ausdruck, das zuvor beim "Wolfsteiner Herbst" mit Michael Lerchenberg in Freyung zu sehen war.

Alberto Giacometti widmete Florian Hannig eine weitere Arbeit. Er fühlt sich dem Künstler, Maler, Graphiker und Bildhauer bezüglich seines Arbeitsprozesses verwandt. Giacometti habe oft mit sich selbst gehadert, seine Arbeiten immer wieder übermalt oder neu begonnen, bis er zufrieden damit war, erzählt Hannig.

Bei seinen abstrakten Arbeiten geht es Hannig um das "Ausloten von Linien und Flächen", die er in ein Spannungsverhältnis bringt. Seine Bilder sind farbreduziert, beschränken sich meist auf Schwarz-Weiß-Töne.

Er habe kein konkretes Bild vor Augen, lasse sich von Emotionen leiten, erzählt Florian Hannig. "Gesteuerter Zufall" nennt er seine Arbeitstechnik. Hannig studierte an der LMU München Kunstpädagogik, schloss 2009 mit dem Magister ab und ist seither freischaffender Künstler. Er gehört dem Kunstverein Wolfstein an und nahm bereits an Gemeinschaftsausstellungen in München und Niederbayern teil. Die erste Einzelschau präsentierte er heuer in Waldkirchen. Bevorzugte Techniken sind Acryl auf Leinwand, Öl, Kohle und Bleistift. Hannig ist auch als Sänger Gitarrist der Bands "Jive", "Sammer of Love" und "The Double Trouble" bekannt. Sein Musikerkollege, der Finanzamts-Mitarbeiter Andreas Haydn, stellte den Kontakt zum Finanzamt her.

Mit den Arbeiten von Florian Hannig werde die 52. Ausstellung von "Kunst im Finanzamt" eröffnet, sagte Geschäftsstellenleiter Michael Veit. Besonders beeindruckte ihn der "Monaco Franze", der "ewige Stenz", dessen Wesen des Lebemenschen man sich manchmal selbst gerne wünscht. "Kunst im Finanzamt" gebe es bayernweit seit 2002, mittlerweile gehöre Passau aber zu den wenigen Finanzbehörden, die es noch regelmäßig im Drei-Monats-Rhythmus umsetzen. "Es ist unser Weg, Künstlern eine Bühne zu bieten", betonte Veit.

Das Servicezentrum biete eine niedrigere Schwelle als eine Galerie, unterstrich stellvertretende Amtsleiterin Andrea Diezmann. Die Bilder würden den Raum aufwerten, den sie umgestalten möchte, um "Lounge-Charakter" zu schaffen.

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