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20.08.2015 - Passauer Neue Presse

Der Steuermann geht von Bord

Manfred Ziga verabschiedet sich zum Monatsende als Leiter des Finanzamts

Verabschiedung von Finanzamtsleiter Manfred Ziga
Die Verabschiedungsurkunde überreichte dem scheidenden Finanzamtsleiter Manfred Ziga (r.) der Präsident des Landesamts für Steuern Dr. Roland Jüptner
-Foto: privat

Zwölf Jahre leitete Manfred Ziga das Finanzamt Passau, das zu den größten in ganz Bayern gehört. Ende August verabschiedet er sich in den Ruhestand. Bis der Nachfolger bestimmt ist, übernimmt Zigas Stellvertreterin, Regierungsdirektorin Andrea Diezmann, die Amtsgeschäfte.

Ziga, 1951 in Landshut geboren, hatte nach dem Jurastudium in Regensburg eine Zusatzausbildung im Finanzamt Landshut absolviert. Ab Dezember 1983 war er Sachgebietsleiter und Ständiger Vertreter des Vorstehers im Finanzamt Passau, von Juni 1989 bis Mai 1995 Leiter der Außenstelle Bad Griesbach, anschließend kommissarischer Amtsleiter des Finanzamts Eggenfelden. 1995 übernahm er die Leitung des Finanzamts Zwiesel, 2003 wechselte er nach Passau, 2012 wurde der Leitende Regierungsdirektor zum Gruppensprecher der niederbayerischen Finanzamtsleiter gewählt.

Schon zum Amtsantritt hatte Ziga mehr Bürgernähe als Ziel ausgegeben – etliche Maßnahmen wie ein Besuchszeitenführer im Internet, ein Servicetelefon und ein Beschwerdemanagement trugen dem Rechnung, aber auch ganz einfache Maßnahmen wie die Einrichtung zweier Besucherparkplätze und eines eigenen Behindertenparkplatzes vor dem Amt. Besonders stolz ist er, wenn Kompetenz und Freundlichkeit seiner Mitarbeiter auch Lob von auswärts bekommen, so etwa bei einer bundesweiten Befragung 2008, bei der es die Passauer bayernweit auf den ersten, bundesweit auf den dritten Platz schafften: "Sogar der Präsident des Bundes der Steuerzahler in Bayern, Rolf von Hohenhau, würdigte bei einem Besuch in Passau die vorbildlichen Leistungen unseres Amtes", freut sich Ziga. Auch bei der Mitarbeiterzufriedenheit konnte das Passauer Amt punkten: In einem Vergleich zwischen 2001 und 2010 stieg sie – nach Schulnoten – um 0,61 Punkte auf 2,97.

Ein starkes Symbol der Öffnung des Finanzamts für die Bürger waren die wechselnden Kunstausstellungen vor dem Servicezentrum – im März konnte hier die 50. Werkschau eröffnet werden. Gerne blickt Ziga auch auf eine große Podiumsdiskussion mit Lokalpolitikern und 160 Amtsangehörigen vor drei Jahren sowie die Jubiläumsveranstaltung "50 Jahre Finanzamt in der Innstraße" im Oktober 2013 zurück – mit 200 Festgästen, herausragenden Redebeiträgen und viel Humor. "Es hat Spaß gemacht, mit einer tollen Mannschaft in Passau und den Außenstellen Bad Griesbach und Vilshofen die täglichen Herausforderungen zu meistern, die Bürokratie nicht auf die Spitze zu treiben und in dem einen oder anderen Fall – in dem es nach dem Gesetz möglich war – zu helfen", bilanziert Ziga. Und: "Wenn einem dann noch gedankt wurde, hat es noch mehr Freude gemacht".
− rd

Nachgefragt

Zum Start in Passau hatten Sie mehr Bürgernähe als Ziel ausgegeben. Sehen Sie noch Möglichkeiten zur Serviceverbesserung?

Ziga: Im Moment sehe ich eher das Gegenteil. Wegen der knappen Personalausstattung mussten wir bereits die Öffnungszeiten im Servicezentrum verringern und die Zeiten der telefonischen Erreichbarkeit verkürzen. Neue Bearbeitungsgrundsätze und der Einsatz des Risikomanagementsystems führen dazu, dass die Steuererklärungen, die im Servicezentrum abgegeben werden, dort nicht mehr vollständig abgearbeitet werden können. So kann es in bestimmten Fällen sogar zu einer erneuten Beleganforderung kommen. Dies wird von unseren Besuchern vereinzelt bemängelt, ist aber nicht zu vermeiden. Ich rate deshalb, die Steuererklärung elektronisch per Elster einzureichen – mit allen bekannten Vorteilen.

Gibt es etwas, worauf Sie nach 12 Jahren als Chef besonders stolz sind?

Ziga: Die Ausbildungsleistung, die im Finanzamt Passau und den Außenstellen Bad Griesbach und Vilshofen erbracht wird. Aktuell werden 62 Anwärter ausgebildet, im Herbst werden es sogar 68 sein. Damit gehört Passau mit zu den größten Ausbildungsfinanzämtern in Bayern. Wir wissen, die jungen Leute wollen später zurück in ihre Heimat und stärken damit die Region und den Erhalt des Finanzamts Passau.

Gab es auch weniger schöne Momente?

Ziga: Natürlich, das Hochwasser 2013, das auch nicht vor der Eingangstür des Finanzamts Passau Halt gemacht hat.

Würden Sie mit Ihrem heutigen Wissen nochmals im Finanzamt arbeiten wollen?

Ziga: Auf alle Fälle! Ich hatte stets eine abwechslungsreiche und interessante Tätigkeit, immer im Umgang mit Menschen und vor allem Arbeit im Team. Gewünscht hätte ich mir allerdings bei mancher Gelegenheit weniger Vorgaben und mehr Vertrauen in die Fähigkeiten und die Praxiskenntnis der Finanzämter. Aber das ist wohl der Preis, den man für die Arbeit in einer hierarchischen Behördenstruktur bezahlen muss.

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