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Hauptinhaltsbereich

Geschichte des Finanzamts Passau

Inhalt:

  1. Vom Hochstift Passau zum Reichsdeputationshauptschluss
  2. Entwicklung des Amtsbezirks
  3. Dienstgebäude
  4. Servicezentren
  5. Neuorganisation der Außenstellen
  6. Übernahme der Kraftfahrzeugsteuer durch die Zollverwaltung
  7. Zentralisierung der Finanzkassen
  8. Amtsleiter des Finanzamts Passau seit Kriegsende

1. Vom Hochstift Passau zum Reichsdeputationshauptschluss

Der Hauptteil des bis 31.3.2002 bestehenden Amtsbezirks des Stammamts Passau ist aus dem geistlichen Fürstentum des Hochstifts Passau hervorgegangen. Die weltliche Herrschaft der Passauer Bischöfe umfasste den ganzen nördlich der Donau gelegenen Teil des Amtsbezirks einschließlich der Stadt Passau sowie südlich der Donau einen kleinen Streifen und die Grafschaft Neuburg am Inn.

Durch den Reichsdeputationshauptschluss vom Jahre 1803 wurde das Hochstift Passau aufgehoben und sein Gebiet zwischen Österreich und Bayern aufgeteilt. Nach einigen weiteren Gebietsänderungen gehörte ab etwa 1806 der gesamte Amtsbezirk zu Bayern.

2. Entwicklung des Amtsbezirks

In einer Reihe von Umorganisationen, die sich über 100 Jahre erstreckten, bildete sich allmählich der heutige Amtsbezirk des Finanzamts Passau. Zunächst erhielt die Stadt Passau das Recht, Kammergefälle zu verwalten. 1807 wurde das übrige Gebiet des ehemaligen Hochstifts neu organisiert. Dabei entstanden zwei Rentämter, wie die Finanzämter damals hießen, das Rentamt Wolfstein und das Rentamt Wegscheid mit Sitz in Obernzell a. d. Donau. Die Amtsbezirke dieser Rentämter umfassten auch Teile des heutigen Finanzamtsbezirks Passau.

Nach einer Neueinteilung der Rentamtssitze und Bezirke im Jahr 1879 umfasste das Rentamt Passau über 40 Steuergemeinden, die im wesentlichen auf dem Gebiet des Landkreises Passau lagen, wie er bis zur Gebietsreform im Jahr 1973 bestand, sowie das Stadtgebiet Passau.

Am 1. Oktober 1928 wurde das Rentamt Obernzell aufgelöst und die 26 Gemeinden dieses Amtes kamen zum Rentamt Passau.

Im Rahmen der Gemeindegebietsreform im Jahr 1973 wurden die vormals eigenständigen Finanzämter Griesbach und Vilshofen statusmäßig Außenstellen des Finanzamts Passau. Im Rahmen einer Verwaltungsreform zur Neuorganisation der Finanzamtsaußenstellen wurden zum 1. April 2002 die bis dahin weiter bestehenden eigenen Amtsbezirke der Außenstellen und des Stammamts Passau zu einem gemeinsamen Amtsbezirk Passau zusammengeführt.

Damit umfasst der Amtsbezirk heute 38 Gemeinden des Landkreises Passau und die kreisfreie Stadt Passau mit einer Gesamtfläche von 1.600 qkm und 235.000 Einwohnern.

3. Dienstgebäude

Schon das Passauer Rentamt war im Anwesen Domplatz 3 zu Füßen des Stephansdoms untergebracht. Dieses war ein alter Renaissancebau mit Arkadenhof und ehemals der Kapitelhof zu den Domherrengebäuden. Mit der Säkularisation im Jahre 1803 war es in den Besitz des Bayerischen Staates übergegangen und wurde bald darauf als Rentamtsgebäude genutzt. Im Zuge der Einführung der Reichsfinanzverwaltung im Jahre 1919 wurden die vormaligen Rentämter durch Finanzämter abgelöst. Das Anwesen Domplatz 3 war auch das erste Dienstgebäude des neuen Finanzamts Passau.

Die vorderen Zimmer waren Amtszimmer. Neben den Amtsräumen beherbergte das Gebäude auch Dienstwohnungen, so auch die Wohnung des Vorstehers.

Bei der Eingliederung des Finanzamts Obernzell im Jahre 1928 in den Bezirk des Finanzamts Passau wurde die Dienstwohnung des Vorstehers aufgegeben.

Raumnot war von Anfang an ein ständiger Begleiter des Finanzamts Passau. So mussten schon 1937 für die Betriebsprüfungsstelle Büroräume in einem Privathaus gemietet werden und die Lohnsteuerstelle war in einer Bürobaracke auf einem Brauereigrundstück Ecke Heuwieserstraße / Lupingasse untergebracht. Deshalb wurde schon vor dem Zweiten Weltkrieg der Bau eines neuen Dienstgebäudes geplant.

Ein Neubau konnte aber erst Anfang der Sechziger Jahre realisiert werden. Am 15. Juni 1963 wurde das heutige Finanzamtgebäude an der Innstraße durch Bischof-Koadjutor Antonius Hofmann eingeweiht. Das ehemalige Dienstgebäude am Domplatz wurde im Oktober 1963 an den Bischöflichen Stuhl verkauft.

Das neue Gebäude umfasste sechs Stockwerke, in denen das Finanzamt Passau und das Finanzbauamt Passau zunächst ausreichend Platz fanden; den baulich mit dem Hauptgebäude verbundenen Seitenflügel bezog das Staatliche Gesundheitsamt Passau.

Bereits nach kurzer Zeit erwiesen sich auch die neuen Räumlichkeiten als zu eng. Daher wurden im November 1973 in Passau, Bahnhofstr. 32, zusätzlich 26 Büroräume für die Betriebsprüfung angemietet.

Im Juli 1977 kamen weitere Anmietungen in der Bahnhofstraße 2 und 4 für die Bewertungsstelle, die Bußgeld- und Strafsachenstelle und die Umsatzsteuerprüfungsstelle hinzu.

Im Jahr 1990 bezog das Finanzamt Passau die vom Finanzbauamt freigemachten Räume im 5. Stock des Hauptgebäudes.

Die Raumprobleme fanden erst in den Jahren 1998/1999 ihr Ende. Im September 1998 konnte das Finanzamt Passau das Gebäude des ehemaligen Landbauamtes in der Innstadt am Fuße des Maria-Hilf-Berges beziehen. Dort fanden die Bewertungsstelle, die Grunderwerbsteuerstelle sowie die Prüfungsdienste mit Ausnahme der Betriebsprüfungsstelle eine neue Heimstatt.

Ende 1998 zog auch das Staatliche Gesundheitsamt in neue Räume in Fürstenzell, sodass im Mai 1999 die Betriebsprüfungsstelle nach über einem Viertel Jahrhundert Auslagerung die freigewordenen Räume im Seitenflügel des Finanzamtsgebäudes beziehen konnte.

4. Servicezentren

Im Jahr 2001 wurden im Stammamt Passau und in den Außenstellen Bad Griesbach und Vilshofen Servicezentren eingerichtet. Sie sind die zentralen Ansprechstellen für Bürgerinnen und Bürger, die ihre laufenden steuerlichen Angelegenheiten persönlich erledigen möchten.

5. Neuorganisation der Außenstellen

Bis zum April 2002 verfügten das Stammamt Passau und die beiden Außenstellen Bad Griesbach und Vielshofen über eigene Amtsbezirke. Zum Zuständigkeitsbereich des Stammamts Passau gehörten das Gebiet der Stadt Passau und die Gebiete von 20 der 38 Gemeinden des Landkreises Passau. Die Gebiete der übrigen Landkreisgemeinden verteilten sich auf die Amtsbezirke der beiden Außenstellen. Die Fläche des damaligen Amtsbezirks Passau betrug danach 820 qkm mit 140.000 Einwohnern.

Zum 1. April 2002 wurde für Passau die Verwaltungsreform zur Neuorganisation und Optimierung der Finanzamtsaußenstellen umgesetzt und die Amtsbezirke des Stammamts Passau und der Außenstellen Vilshofen und Bad Griesbach zu einem gemeinsamen Amtsbezirk vereinigt.

Mit der Zusammenlegung der Amtsbezirke entfielen auch die bisherigen eigenen Finanzamtsnummern der Außenstellen (166 für Vilshofen und 120 für Bad Griesbach).

Die Zusammenlegung der Amtsbezirke ermöglichte die Zentralisierung von Verwaltungsaufgaben und die Schaffung größerer und effizienter arbeitender Einheiten.

In diesem Zusammenhang wurden im Jahre 2006 die Bewertungsstellen der drei Dienststellen in der Außenstelle Bad Griesbach zusammengefasst.

6. Übernahme der Kraftfahrzeugsteuer durch die Zollverwaltung

Im Zuge der Föderalismusreform wurde die Kraftfahrzeugsteuer mit dem 01.07.2009 eine Bundessteuer. Übergangsweise führten die Landesfinanzbehörden im Wege der Organleihe die Verwaltung der Kraftfahrzeugsteuer fort.

Zum 28.04.2014 übernahmen die Hauptzollämter die Zuständigkeit für die Festsetzung, Erhebung und Vollstreckung der Kraftfahrzeugsteuer von den bayerischen Finanzämtern. Damit wurde auch die vormals beim Stammamt Passau zentralisierte Kraftfahrzeugsteuerstelle aufgelöst.

7. Zentralisierung der Finanzkassen

Im Rahmen einer Reform der Finanzkassen wurde die ehemals beim Stammamt Passau angesiedelte Finanzkasse zum 31.10.2014 aufgelöst. Die Abwicklung des Zahlungsverkehrs übernahm die neu geschaffene zentralisierte Finanzkasse beim Finanzamt Zwiesel.

8. Amtsleiter des Finanzamts Passau seit Kriegsende

  • Oberregierungsrat Donderer
  • Oberregierungsrat Stölzle
  • Regierungsdirektor Golder
  • Leitender Regierungsdirektor Mailinger
  • Leitender Regierungsdirektor Dr. Rudolf Jäger
  • Leitender Regierungsdirektor Joachim Selbach
  • Leitender Regierungsdirektor Manfred Ziga
  • Leitende Regierungsdirektorin Hildegard Küspert

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