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Finanzverwaltung fest in Frauenhand
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Ein wichtiger Baustein in der Finanzverwaltung
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20.10.2018

Ansbach wird immer mehr zum Finanzmittelpunkt Bayerns
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Aha-Effekt bei sehnsüchtig erwarteter Einweihung
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Vollständiger Pressespiegel

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Abschlussfeier 2006

Festakt für die Absolventinnen und Absolventen der Steuersekretärprüfung 2006

Saal - Zum Großansicht

Trotz des „Minijahrgangs“ mit nur 57 Prüflingen konnte der Leiter der Landesfinanzschule Bayern, Herbert Bürner, am 24.11.2006 insgesamt rund 250 Gäste zur Abschlussfeier willkommen heißen. Die „Hauptpersonen“ der Feier, die 52 frischgebackenen Finanzwirtinnen und Finanzwirte, hatten wieder viele Angehörige aus ganz Bayern mitgebracht. Ferner hatten sich zahlreiche Ehrengäste eingefunden, u.a. Staatssekretär und MdL Franz Meyer, die MdL Wägemann und Ströbel, vom Bayer. Staatsministerium der Finanzen Ministerialdirigent Schmidt, Ministerialrat Dr. Kathke sowie Ministerialrätin Sturm, der Präsident des Bayer. Landesamts für Steuern Exler und die Vizepräsidenten Ertl und Scheidel mit Abteilungsleitern und Mitarbeitern, die Richterin am Bundesfinanzhof Meßbacher-Hönsch sowie Vertreter der Steuerberaterschaft, der Wirtschaft, der Presse und der Berufsverbände bzw. Personalvertretungen.

Herr Bürner - Zum Großformat

Bürner wies anhand verschiedener Beiträge junger Steuersekretäre im Ausbildungsforum des AIS darauf hin, dass diese nach ihrer Ausbildung grundsätzlich mit Offenheit, Zuversicht und Optimismus ihre berufliche Laufbahn begännen. Diese Grundhaltung habe ihren guten Grund nicht zuletzt in einer soliden Ausbildung. Dass es sich hierbei gerade bei diesem Jahrgang um ein besonders tragfähiges Fundament handele, stelle die erreichte durchschnittliche Endpunktzahl von 10,16 in der Laufbahnprüfung unter Beweis – das beste Ergebnis der letzten zehn Jahre.

Neben dem in der Prüfung überwiegend abgefragten steuerlichen Fachwissen verfügten die Nachwuchskräfte jedoch aufgrund der dualen Ausbildung auch über ein „gerüttelt Maß“ an praktischen Fertigkeiten und Techniken, die sie in die Lage versetzten, maßgebliche Arbeitsprozesse im Finanzamt automationsunterstützt gezielt zu steuern. Was die theoretische Ausbildung an der Landesfinanzschule anbelange, so habe diese ständig einen schwierigen Spagat zu meistern. Auf der einen Seite stünde ein komplexes Steuerrecht, im Bild des Segelsports ausgedrückt der gefürchteten Magellanstraße in Nichts nachstehend. In der Praxis des beruflichen Alltags sei aber vielfach „ein Kurs gerade aus mit dem Regattaziel des Veranlagungsschlusses zu halten – unterstützt von elektronischen Navigationssystemen bzw. sogar von einem Autopilot namens OIS.“ Dauernder Handlungsauftrag der theoretischen Steuerbeamtenausbildung sei es daher, einerseits mit noch mehr Mut zur Lücke auf die Behandlung „des Seitenarms eines Seitenarms steuerlicher Kanäle“ zu verzichten, zugleich aber zusätzliche Hinweise zur Arbeitstechnik mit einzubinden. Andererseits sei aber fundierte steuerliche Wissensvermittlung für die Praxis nach wie vor unentbehrlich, weil „der Steuermann/die Steuerfrau z.B. in Risikozonen und fiskalischen Traumbuchten weiterhin ohne Autopilot mit Karte und Kompass manövrieren müsse.“

Auf Eltern und Ehegatten der Absolventen eingehend, merkte Bürner an, diese hätten „eine Sorge weniger“ im Hinblick auf die sichere berufliche Existenzgrundlage der jungen Beamten.

Absolventen - Zum Großformat

Mit einem Grußwort ließen die Vertreter der Absolventen, Sandra Haban und Thomas Will die Zeit der Ausbildung Revue passieren. Dabei zeigten sie, wie Gesetzestexte verständlicher formuliert sein könnten, und stellten fest, dass es sprachliche Probleme auch zwischen Anwärtern aus dem Norden und dem Süden Bayerns gegeben habe. Die Tagesabläufe seien durch die Notwendigkeit des Lernens geprägt gewesen, jedoch sei auch die Freizeitgestaltung nicht zu kurz gekommen. Sie bedankten sich bei der „Crew der Landesfinanzschule Bayern und beim Kieferteam, die für unser Wohl rundum gesorgt haben und am Tag sowie in der Nacht stets für uns da waren“. Den Dozenten und der Verwaltung der LFS Bayern gebühre Dank für die Mühen im Unterricht, die Lehrgangsorganisation, den Umgang mit den Problemen des Alltags und die Organisation der Bälle während der Lehrgänge.

In Zukunft heiße es nun einen guten Mittelweg zwischen Festhalten an Bewährtem und dem Mut zur Veränderung zu finden, wobei Engagement, Zivilcourage und Solidarität sich nicht auf dem Bankkonto niederschlagen werden, sondern wichtig seien für die Gesellschaft und besonders für das eigene Wohlbefinden im Berufsleben.

In seiner Festrede brachte Staatssekretär Meyer zum Ausdruck, dass die Fülle neuer Steuergesetze Fortbildung unerlässlich mache.
„Dieses Jahr bringt eine Fülle neuer Steuergesetze, die in Ihrem Unterricht nicht mehr behandelt werden konnte. Nur durch die gezielte Nutzung des Fortbildungsangebotes wird es daher möglich sein, in der beruflichen Tätigkeit aktuell zu bleiben“, stellte er fest.

Die Anpassungsfähigkeit der Absolventinnen und Absolventen des Abschlussjahrganges 2006 in der Steuerverwaltung würde nicht nur in fachlichen Belangen gefordert sein. Die Verwaltung insgesamt sei im Wandel. Um dabei die Leistungsstärke der Ämter zu erhalten, müssten das vorhandene Personal und die vorhandenen Sachmittel optimal und effizient eingesetzt werden. Nachdem vor allem das Personal nicht mehr werde, sei der Einsatz modernster Informations- und Kommunikationstechnik weithin zwingend erforderlich. Mittlerweile würden bereits über 90 Prozent der Arbeiten der Finanzämter IT-gestützt erledigt.

Herr Meyer - Zum Großformat

Ein Meilenstein dabei sei mit der Einführung der elektronischen Übermittlung von Steuererklärungen durch ELSTER geleistet. So würden inzwischen über 95 Prozent der Lohnsteueran- und über 80 Prozent der Umsatzsteuervoranmeldungen elektronisch abgegeben. Mit weiteren Maßnahmen soll nunmehr der unbefriedigende Anteil der elektronisch übermittelnden Einkommenssteuererklärungen von durchschnittlich zwölf Prozent gesteigert werden.

Als nächstes Ziel nach dem elektronischen Eingang der Steuererklärungen nannte Meyer die papierlose, risikoorientierte und weitgehend maschinelle Bearbeitung dieser Erklärung. Dabei müssten Personalkapazitäten, die durch eine maschinelle Bearbeitung der einfachen und risikoarmen Fälle frei würden, für die intensive Prüfung von bedeutenden und riskanten Fällen verwendet werden. Damit könne das Steueraufkommen weiterhin gesichert sowie die Gleichmäßigkeit des Steuervollzugs verbessert werden. Die Staatsregierung wolle die personellen Spielräume für eine Verstärkung der Prüfungsdienste nutzen, etwa bei der Umsatzsteuersonderprüfung, Steuerfahndung und Betriebsprüfung.

Den Absolventinnen und Absolventen gratulierte Meyer zu den erzielten Leistungen und wünschte ihnen für die zukünftige Tätigkeit in der Steuerverwaltung viel Erfolg.

THG-Band - Zum Großformat

Musikalisch bestens umrahmt wurde die Feier von der THG-Big Band des Theresien-Gymnasiums Ansbach unter der Leitung von Studienrätin Kutschera.

Ehrung der Dozenten - Zum Großformat

Wie schon in den Vorjahren wurden auch dieses Jahr verdiente nebenamtliche Lehrkräfte der LFS geehrte. Die Moderatorinnen Angelika Zier und Sandra Weinzierl stellten dem Festpublikum Uli Albrecht vom Finanzamt Ansbach, Jörg Ohlson vom Landesamt für Steuern, und Martin Schwarzfischer vom Landesamt für Finanzen vor.

Ehrung der Dozenten - Zum Großformat

Besonders geehrt wurde auch der ehemalige stellvertretende Leiter der LFS Bayern, Lutz Richter, der im Juli 2006 als Amtsleiter an das Finanzamt Hilpoltstein gewechselt ist.

Die Prüfungsbesten - Zum Großformat

Die besten der diesjährigen Prüfung, Stefanie Fürst, Martina Mitterreiter und Marina Schatzberger, wurden von Stefan Vogelhuber als Moderator auf die Bühne gerufen und erhielten ihr Prüfungszeugnis verbunden mit den besonderen Glückwünschen des Staatssekretärs Meyer und des Schulleiters Bürner.

Im Anschluss erhielten alle weiteren Absolventen klassenweise ihre Prüfungszeugnisse aus der Hand des Staatssekretärs.

Buffet - Zum Großformat

Mit einem köstlichen Festbuffet, das die Firma Kiefer „gezaubert“ hatte und viel Spaß und Feiern bis in den frühen Morgen hinein klang die Abschlussfeier aus.

 

 

 

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