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Pressespiegel - FLZ vom 23.03.2011

Fremdenverkehr: Ansbach legt dank der erweiterten Landesfinanzschule bei Übernachtungszahlen erneut deutlich zu

Ansbachs "größtes Hotel" gehört dem Staat

Ausbildungseinrichtung hat mehr Gäste als alle Hotels zusammen - Ausländeranteil an Gästen geschrumpft

Gästegruppe mit Fahrrädern in Ansbach

Spitzenplatz für Ansbach: Im Durchschnitt verbringen die Gäste der Rezatstadt hier 3,8 Tage, um die Sehenswürdigkeiten oder auch die örtliche Gastronomie zu genießen. Archiv-Foto: Albright

ANSBACH - Erneut sind die Zahlen der Übernachtungen in Ansbach gestiegen. Insgesamt  162 825-mal betteten im letzten Jahr Gäste ihr müdes Haupt in einem der Gästezimmer der Stadt zur Ruhe. Im Jahr zuvor waren es 159 650 Übernachtungen gewesen. Den Hauptanteil hat dabei eine Einrichtung, die sich selbst ein wenig scherzhaft als das "größte Hotel der Stadt" bezeichnet, aber dafür allen Grund hat: In der Landesfinanzschule am Beckenweiher fallen mehr Übernachtungen an als in allen anderen Ansbacher Hotels und Pensionen zusammen, berichtete jetzt die für den Tourismus in Ansbach zuständige Melanie Herrmann in der Sitzung des Schul- und Kulturausschusses des Stadtrats.

Fast die Hälfte der 2010 statistisch registrierten Übernachtungen fanden nicht in Hotelbetten, sondern in der Ausbildungseinrichtung des Finanzministeriums statt: 75 158 und damit rund 46 Prozent aller Übernachtungen schlugen dort zu Buche, wo der Staat zwischen Berufsschule und Feuchtlach vor allem junge Anwärter des Mittleren Dienstes auf ihren künftigen Einsatz in den bayerischen Finanzbehörden vorbereitet. Dagegen fällt der Anteil der Übernachtungen in der eigentlichen Gastronomie ein wenig ab: 66 594 Gäste buchten im vergangenen Jahr ein Bett in Hotels oder Pensionen. Das entspricht einem Anteil von 41 Prozent am gesamten Kuchen, von dem sich auch die Rangauklinik im Stadtteil Strüth ein beachtliches Stück abschneidet. Insgesamt 21 083 Übernachtungen gleich 13 Prozent der Gesamtzahl entfielen auf die Patienten der Einrichtung für Atemwegserkrankungen.
Zwar zahlt weder die Landesfinanzschule als staatliche Einrichtung noch die Rangauklinik als Krankenhaus Gewerbesteuer in Ansbachs Stadtsäckel, doch der von den beiden Einrichtungen als Gastgeber ausgehende Effekt für die Ansbacher Wirtschaft sei trotzdem von großer Bedeutung, heißt es in der Stadtverwaltung. An, in und für die beiden Einrichtungen würden andere heimische Betriebe arbeiten. Und sowohl die künftigen Finanzbeamten wie auch die Patienten der Klinik würden in Ansbach einkaufen, mal zum Essen gehen oder auch die eine oder andere Übernachtung für befreundete Besucher in Ansbacher Gastbetrieben buchen. Keineswegs dürfe man deshalb die Übernachtungszahlen nur unter dem Aspekt sehen, heißt es, dass sie die Ansbacher Fremdenverkehrsstatistik deutlich aufbesserten. Vielmehr seien damit "echte Effekte für die Wirtschaft" verbunden.

Auch ein Effekt von Landesfinanzschule und Rangauklinik: der größte Teil der Ansbacher Übernachtungsgäste kommt mit 146 086 aus dem Inland. Der Anteil der Gäste aus dem Ausland sei deutlich gesunken, sagte Melanie Herrmann. Waren es vor zwei Jahren noch rund rund 24 000 Nächtigungen, so konnten im vergangenen Jahr nur noch rund 16 800 Übernachtungen von Ausländern verzeichnet werden. Der Einsatz der hier stationierten US-Soldaten in Afghanistan und dem Irak wird als ein möglicher Grund dafür angesehen, dass der Anteil der Angehörigen und Freunde aus dem Staaten, welche die GIs hier in Ansbach besuchen, zurückgegangen ist. Insgesamt habe sich die Zahl der Amerikaner unter den Gästen mit 6031 Übernachtungen im Vergleich zu Vorjahr fast halbiert, heißt es.
Gleichwohl stellen sie immer noch den weitaus größten Anteil an ausländischen Gästen, gefolgt von Besuchern aus Österreich (1525 Übernachtungen), der Schweiz (1193) und einem stark gewachsenen Anteil von Besuchern aus dem Reich der Mitte. Übernachteten sie im Jahr 2009 gerade 242-mal in Ansbach, so wurden 2010 bereits 1143 Nächtigungen von Chinesen registriert, ein Großteil davon im letzten Quartal. Äußere Anlässe dafür seien nicht bekannt, sagte Melanie Herrmann auf Anfrage. Es dürfe sich wohl um Folgen vermehrter wirtschaftlicher Beziehungen handeln.

Auch im Vergleich mit anderen fränkischen Städten ähnlicher Größenordnung steht Ansbach gut da. Coburg, Eichstätt und Aschaffenburg hatten deutlich weniger Übernachtungen, Schweinfurt, bisher immer weit vor Ansbach, ist mit 173 657 Übernachtungen deutlich näher gerückt.

Bei Bettenauslastung und Aufenthaltsdauer vorne

Einsam an der Spitze liegt Ansbach im Vergleich mit solchen Tourismus-Giganten wie Nürnberg und Rothenburg, was die Bettenauslastung und die durchschnittliche Aufenthaltsdauer angeht. 3,8 Tage bleiben die Gäste in der Regel in Ansbach, in Nürnberg sind es 1,8, in Rothenburg 1,5 Tage. Bei der Bettenauslastung in Ansbach mit 45,6 Prozent ebenfalls weit vorn, vor Rothenburg (43,2) und Nürnberg (41,9). Inwieweit diese Spitzenwerte allerdings auch für das reguläre Gastgewerbe gelten oder durch Landesfinanzschule und Rangauklinik nach oben gedrückt werden, das sei nicht feststellbar, sagte Melanie Herrmann der FLZ auf Anfrage.

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