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Pressespiegel

Baustart für Großprojekt 2024 realistisch
Quelle: Fränkische Landeszeitung vom 24.09.2021

65 Millionen-Euro-Projekt abgeschlossen
Quelle: Fränkische Landeszeitung vom 29.07.2021

Vollständiger Pressespiegel

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Berichte der FLZ vom 27.05.2004

Landesfinanzschule am Scheideweg

Einfahrt des LFS

Nach Überlegungen in den letzten Jahren laufen derzeit Planungen für Erweiterungsbauten im Norden

Aber: Zahl der Auszubildenden geht wegen des staatlichen Sparkurses in der nächsten Zeit dramatisch zurück

Ansbach (fri) – Die Ansbacher Landesfinanzschule am Scheideweg: eigentlich müsste die Ausbildungseinrichtung nach der Entwicklung der letzten Jahre weiter wachsen. Deshalb liegen auch schon Pläne für einen Ausbau der Schule am Beckenweiher um zwei große Gebäudetrakte für 8,675 Euro vor. Damit wolle man, sagt der Leiter der Schule, Herbert Bürner, vor allem auf den gewachsenen Anteil an Fortbildungsmaßnahmen reagieren. Ob und wann gebaut wird, ist aber ungewiss. Denn durch den Sparkurs der Staatsregierung wird die Zahl der hier auszubildenden Beamtenanwärter zunächst dramatisch abnehmen.

"Der Staat plant erst einmal. Ob dann auch gebaut wird, das wird die Zukunft zeigen", fasst der Leitende Regierungsdirektor Bürner die derzeit schwer einzuschätzende Situation zusammen. Denn in den letzten Jahren hatte an der Landesfinanzschule noch erheblicher Platzmangel geherrscht. Grund: Immer mehr Weiterbildungs- und Qualifikationsmaßnahmen für bereits länger im Berufsleben stehende Bedienstete der Finanzbehörden nehmen inzwischen einen mindestens ebenso großen Stellenwert ein wie die Grundausbildung der künftigen Finanzsekretäre, für welche die Schule eigentlich errichtet wurde.

Etwa 5000 bis 6000 Finanzbeamte seien im letzten Jahr zu solchen Seminaren an der Schule gewesen, heißt es. Gleichzeitig war die Zahl der Anwärter für den mittleren Dienst kontinuierlich gestiegen. Zwei Jahre werden diese künftigen Finanzsekretäre ausgebildet, acht Monate davon verbringen sie in drei Ausbildungsblöcken an der Ansbacher Einrichtung. 300 Anwärter für den mittleren Dienst hatte die Schule im letzten Jahr auszubilden.

Beides - Fortbildung und Grundausbildung - war angesichts dieser Zahlen in Ansbach nicht mehr machbar. Deshalb hatte die Landesfinanzschule ausgelagert und einen Teil der Grundausbildung für rund 100 Beamtenanwärter nach Dinkelsbühl und Feuchtwangen verlegt.

Das brachte nicht nur Probleme mit den Arbeitsabläufen in der Schule, sondern auch hohe Mehrkosten mit sich: Mehrere Hunderttausend Euro jährlich, sagt Schulleiter Bürner, seien so leicht zusammengekommen.

Anlass für den Staat, über einen Erweiterungsbau nachzudenken, der langfristig trotz hoher Anfangsinvestitionen diese Kosten wieder einsparen könnte. Das mit der Planung beauftragte staatliche Hochbauamt will deshalb zwei zweistöckige Gebäudetrakte im Norden des Areals zwischen dem bisherigen Hauptgebäude und der staatlichen Berufsschule errichten. In einem sollen acht Lehrsäle, im anderen 76 Zimmer "mit gehobener" Ausstattung, also jeweils mit eigener Nasszelle für die Gäste der Fortbildungsmaßnahmen geschaffen werden.

Größere Probleme für die Planung gibt es derzeit nicht. Zwar wurde im Stadtrat bedauert, dass für den Neubau Wald abgeholzt werden muss, doch die Erklärung des Baureferenten, ein Alternativ-Standort im Süden der Schule würde ökologisch wesentlich wertvollere Flächen vernichten, überzeugte. Der Stadtrat sagte einstimmig Ja zur Planung vorbehaltlich weiterer detaillierter Regelungen.

Und trotzdem hat die Schule ein Problem. Grund ist der staatliche Sparkurs. Vor allem Finanzminister Kurt Faltlhauser will mit guten Beispiel vorangehen und hat die Ausbildungsquote drastisch gesenkt. Folge: Statt der 300 Auszubildenden vom letzten Jahr werden heuer gerade noch 50 erwartet. Und im nächsten Jahr, sagt Schulleiter Bürner, werde es wohl ähnlich aussehen.

Für den direkten Schulbetrieb hat man schon Konsequenzen gezogen. Die bisherigen Außenstellen werden in absehbarer Zeit stillgelegt. Außerdem soll ein Teil der Finanzanwärter für den gehobenen Dienst, die bisher ihre Ausbildung in Herrsching absolvieren, nach Ansbach verlegt werden.

Wie also geht es weiter am Beckenweiher? Herbert Bürner wagt derzeit keine Prognose. Da sei auf der einen Seite der wohl noch länger anhaltende Sparkurs und die auf 42 Stunden erhöhter Arbeitszeit der Beamten. Beides spreche für eine künftig eher geringere Zahl an Neueinstellungen. Auf der anderen Seite würden in den nächsten Jahren Finanzbeamte pensioniert, die der Staat in den 60er Jahren in fast vierstelliger Zahl eingestellt hatte. Wenn von diesen Stellen auch nur ein Bruchteil wieder besetzt werde, dann, sagt Bürner. werde der Erweiterungsbau wieder dringend gebraucht.

Außenstellen müssen schließen

Landesfinanzschule spart:

Nur noch 50 Beamtenanwärter

Ansbach (fri) – Kehrtwende in der Strategie der Ansbacher Landesfinanzschule. Die wegen Überlastung der Einrichtung für die Ausbildung künftiger Finanzbeamter geschaffenen Außenstellen in Dinkelsbühl und Feuchtwangen werden auf Grund des Sparkurses der Landesregierung spätestens im Mai 2005 stillgelegt.

Denn in Gegensatz zu den letzten Jahren, als etwa 300 künftige Finanzsekretäre ihre Ausbildung begannen, und davon etwa 100 in gemieteten Räumen in Dinkelsbühl oder in der Bauakademie in Feuchtwangen unterrichtet werden mussten, seien heuer nur 50 Nachwuchsbeamte zu erwarten, sagte Schulleiter Herbert Bürner. Ähnlich sehe es für 2005 aus. Vor diesem Hintergrund werde man zunächst die gesamte Ausbildung wieder in Ansbach konzentrieren und die Außenstellen aufgeben. Damit spare man auch erhebliches Geld "einige hunderttausend Euro jährlich" , sagte der leitende Regierungsdirektor. Die Ansbacher Einrichtung werde aber auch dann nicht voll ausgelastet sein und deshalb vorübergehend auch Finanzanwärter für den gehobenen Dienst ausbilden.

Unklar ist derzeit, ob die Schließung der Außenstellen von Dauer ist. Bei möglicherweise in den nächsten Jahren wieder steigendem Ausbildungsbedarf sei eine "Wiederbelebung" nicht völlig auszuschließen, hieß es.

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