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Baustart für Großprojekt 2024 realistisch
Quelle: Fränkische Landeszeitung vom 24.09.2021

65 Millionen-Euro-Projekt abgeschlossen
Quelle: Fränkische Landeszeitung vom 29.07.2021

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Berichte der FLZ vom 07.05.2003

Warten auf die ersten Schüler

Landesfinanzschule jetzt mit einer Außenstelle in Dinkelsbühl

Unbürokratische Zusammenarbeit von Ämtern und Wirtschaft

DINKELSBÜHL (ml) – Die Landesfinanzschule Ansbach hat gestern ihre neue Außenstelle in Dinkelsbühl offiziell in Betrieb genommen. Nächste Woche kommen die ersten 60 Schüler, im Herbst dann weitere 20.

Obwohl nur noch ein Teil der freiwerdenden Stellen in den Finanzämtern wieder besetzt wird, steigt der Bedarf der Finanzverwaltung an Nachwuchskräften. Waren es 1999 gerade 50 junge Leute, die ihre Ausbildung in der mittleren Laufbahn in Bayern begannen, werden es heuer 265 sein. Und weil ab 2005 jährlich rund 1000 Finanzbeamte in den Ruhestand gehen, würde sich die Schüler zahl selbst dann verdoppeln, wenn nur die Hälfte dieser Stellen wieder besetzt werde, erklärte Herbert Bürner, Leiter der für ganz Bayern zuständige Ansbacher Ausbildungseinrichtung.

Kapazitäten erschöpft

In Ansbach sind die Kapazitäten inzwischen längst erschöpft, unter anderem deshalb, weil die Landesfinanzschule neben der Ausbildung auch für die immer wichtiger werdende Weiterbildung zuständig ist. Inzwischen 20 000 Übernachtungen in der Schule gehen bereits auf das Konto von Weiterbildungsveranstaltungen.

Bürner und der Präsident der Oberfinanzdirektion (OFD) Nürnberg, Herbert Scheidel, prophezeiten der Dinkelsbühler Einrichtung gestern deshalb ein längeres Leben. Der Mietvertrag im Obergeschoss eines Einkaufzentrums direkt an der B 25 in Dinkelsbühl wurde mit Blick auf einen möglichen Erweiterungsbau in Ansbach nämlich nur für fünf Jahre abgeschlossen.

Die Erweiterung in Ansbach aber, so Scheidel, kann wegen der Finanzlage des Staates "auf absehbare Zeit nicht realisiert werden". Der OFD - Präsident geht deshalb davon aus, "dass wir die Räume lange Jahre brauchen".

In die insgesamt fünf Unterrichtsräume, die um einen großen Lichthof mit Glasdach gruppiert sind, haben die Gebäudeeigentümer einen sechsstelligen Eurobetrag investiert. Bis auf einen Raum sind alle Arbeitsplätze mit PCs ausgestattet und als Übungsfinanzamt mit der Finanzverwaltung vernetzt.

Georg Habelt lobte als Vermieter die unbürokratische Zusammenarbeit zwischen Landesfinanzschule, Privatwirtschaft und Stadtverwaltung. "Der Wirtschaftsstandort Dinkelsbühl wird erheblich aufgewertet."

"Innerhalb weniger Minuten"

Die Unterstützung, die man in Dinkelsbühl erfahren habe, sei mit dafür ausschlaggebend gewesen, dass sich die Stadt gegen andere Standorte durchgesetzt habe, so Schulleiter Bürner. Während in anderen Orten der Schule "muffige Nebenräumer und ausgediente Kindergärten" angeboten worden seien, haben die Leiterin des Touristenservice, Susanne Reuter, innerhalb weniger Minuten einen Termin mit der Eigentümerfamilie vermittelt und ein Gesamtkonzept angeboten. Denn auch bei der Beherbergung der 17 bis 20 Jahre alten Schüler in Dinkelsbühl hilft das städtische Amt.

Zwei der Betriebe haben ihre gesamten Kapazitäten an die Schule vermietet. Zwar liegen die Preise deutlich unter denen die Touristen zahlen, dafür sorgt die Schule aber für eine gleichmäßige Auslastung übers ganze Jahr. Schulleiter Bürner appellierte an die Hoteliers, sich auf die junge Gästegruppe einzustellen. Er prophezeite, dass es immer wieder Schwierigkeiten geben könne. "Dann muss man miteinander reden."

Lob für die Gastgeber

Die bereits in Dinkelsbühl untergebrachten Absolventen früherer Jahrgänge hätten sich jedenfalls dankbar und lobend über ihre Gastgeber in der Stadt geäußert. Oberbürgermeister Otto Sparrer hörte das Lob auf die Große Kreisstadt und seine Verwaltung gerne: "Wir kommen nur voran, wenn wir Qualität liefern."

Neue Schule in Dinkelsbühl

Bild der Eröffnung

DINKELSBÜHL (ml) – Die Landesfinanzschule hat gestern den Schlüssel für ihre neuen Schulräume in Dinkelsbühl bekommen. Für die Vermieterfamilie bezeichnete Georg Habelt (links) die Außenstelle mit fünf Unterrichtsräumen für 80 bis 100 Schüler als Aufwertung für den Wirtschaftsstandort Dinkelsbühl. Bei einem Empfang in den Räumen im Obergeschoss des Luitpoldcenters hob Schulleiter Herbert Bürner (Mitte) vor allem die Kooperationsbereitschaft in der Stadt hervor.

So habe der Vermieter alle Wünsche der Schule erfüllen können. Der Touristikservice habe nicht nur innerhalb weniger Minuten den Kontakt zwischen Schule und Hauseigentümer hergestellt, sondern koordiniere auch die Unterbringung der Schüler in den verschiedenen Hotels der Stadt. Die Landesfinanzschule sorgt in den nächsten Jahren für eine kontinuierliche Bettenbelegung von rund zehn Prozent der Bettenkapazitäten in der Stadt. Der Präsident der Oberfinanzdirektion Nürnberg Herbert Scheidel (rechts), stellte gestern ein längeres Engagement in Dinkelsbühl in Aussicht. Weil die geplante Erweiterung der Schule in Ansbach "in absehbarerer Zeit" nicht finanzierbar ist, werde man die Räume in Dinkelsbühl wohl länger als die zunächst vertraglich zugesicherten fünf Jahre brauchen.

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