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Geschichte

Historische Entwicklung des Steuerwesens im Raum Ingolstadt und Geschichte des Finanzamts und seines Dienstgebäudes

Das Finanzamt Ingolstadt ist aus dem Bayerischen Rentamt Ingolstadt hervorgegangen, das seinerseits auf das sog. Kastenamt Ingolstadt (1291 bis 1801) folgte. Das Rentamt Ingolstadt wurde am 24. März 1802 errichtet. Sein Personalbestand wuchs infolge von Reformen und Neuorganisationen von 11 Beschäftigten im Jahre 1893 auf 15 Beamte und 3 Beamtenanwärter im Jahr 1911. In diesem Jahr wurden auch erstmals zwei weibliche Arbeitskräfte eingestellt, nachdem dies durch königliche Verordnung vom 06.04.1911 erlaubt war.

1920 wurde das Rentamt Ingolstadt dann in Finanzamt Ingolstadt umbenannt und der neu geschaffenen Reichsfinanzverwaltung zugeordnet.

Der Finanzamtsbezirk Ingolstadt deckt sich seit der Gebietsreform von 1972 in seiner Ausdehnung mit dem Gebiet der zu Oberbayern gehörenden kreisfreien Stadt Ingolstadt. Diese zählt seit Anfang 2004 über 120.000 Einwohner und hat eine Fläche von 133,34 qkm.

Das Finanzamt Ingolstadt ist über den eigenen Amtsbezirk hinaus zuständig für die Besteuerung der Körperschaften mit Sitz in den Finanzamtsbezirken Eichstätt, Pfaffenhofen/Ilm und Schrobenhausen mit Außenstelle Neuburg/Donau. Auf diese Ämter erstreckt sich auch der Zuständigkeitsbereich der Umsatzsteuerprüfung und der Betriebsprüfungsstelle.

Die starke wirtschaftliche Entwicklung der Region nach dem Kriege zog naturgemäß ein starkes Anwachsen der Aufgaben des Finanzamts nach sich. Die damit notwendig gewordenen Personalmehrungen führten zu großen Raumproblemen. Das im September 1935 bezogene und im Krieg stark beschädigte Dienstgebäude an der Rechbergstraße / Ecke „Auf der Schanz“ wurde zu klein. Dies hatte zur Folge, dass das Finanzamt auf mehrere Dienstgebäude aufgeteilt werden musste. So war ab 01.04.1953 die Betriebsprüfungsstelle im sog. Kaisheimer Haus untergebracht. Dieses Haus gilt als eines der ältesten der Stadt und diente bayerischen Prinzen als Unterkunft, die an der Ingolstädter Universität studierten. Zum Ende des ersten Weltkrieges beherbergte es die Wohnung des Festungskommandanten. Nach 1945 war es u.a. auch Sitz der Spruchkammer für den Stadtkreis Ingolstadt.

Ab April 1967 war die Vermögensverwaltung, deren Aufgaben nach der Auflösung des Bayerischen Landesamtes für Vermögensverwaltung und Wiedergutmachung im Jahr 1958 dem Finanzamt Ingolstadt übertragen wurden, in das Dienstgebäude Schrannenstraße 3 verlegt. In dieses Gebäude, das von 1879-1897 als Heeresproviantamt mit Heeresbäckerei für die Garnison errichtet wurde, wurde 1978 auch ein BP-Sachgebiet ausgelagert. Bereits 1975 wurde die beim Finanzamt Ingolstadt errichtete zentrale Datenerfassung in angemieteten Räumen an der Esplanade 3 untergebracht.

Angesichts dieser räumlichen Zersplitterung des Finanzamtes wurde frühzeitig an Abhilfe gedacht. So sollte ursprünglich der zusätzliche Raumbedarf durch einen Anbau gedeckt werden, ab 1964 aber wurde ein Neubau in Aussicht genommen. Grundstückssuche, Gebietsreform und Neuorganisation der Finanzämter verzögerten jedoch die Planung immer wieder.

Ein schon sehr weit gediehenes Projekt an der Straße „Auf der Schanz“ wurde 1976 aufgegeben, da denkmalgeschützte staatseigene Festungsbauten vorhanden waren, die saniert und umgebaut werden sollten. Nach längerer Untersuchung wurde entschieden, dass nicht der Cavalier Elbracht (jetzt FBA Ingolstadt), sondern der Block B der Friedenskaserne, in dessen Ostturm das Amt bereits einige Arbeitsgebiete ausgelagert hatte, für das Finanzamt Ingolstadt geeignet ist.

Dieses Gebäude wurde vollkommen ausgekernt und innerlich neu aufgebaut, was zu einer idealen Kombination der Vorteile von Neubau und Altbau führte. Die Abbrucharbeiten begannen am 22. Januar 1981, am 28.11.1983 zog als erste Abteilung das Sachgebiet I in das neue Dienstgebäude. Bis Weihnachten 1983 war der Umzug vollständig durchgeführt und nach mehr als 30 Jahren endlich das ganze Amt wieder unter einem Dach vereint. Die feierliche Einweihung fand am 08.03.1984 im Beisein des Herrn Staatsministers Max Streibl sowie der Spitze der Oberfinanzdirektion München statt.

Inzwischen hat sich das neue Dienstgebäude sowohl im Alltagsbetrieb als auch bei besonderen Anlässen (Tagungen, Workshop, Fortbildungsseminare usw.) bestens bewährt.

Die letzten Jahre waren geprägt durch die kontinuierliche Erweiterung des Einsatzes der EDV. Das Finanzamt Ingolstadt fungierte häufig als Pilotamt (z.B. bei „Asterix“, Festsetzungsspeicher, maschinelle Berechnung der Opfergrenze, „Abakus“, Geschäftsstellenautomation). Voraussetzung war der zügige Ausbau der EDV-Anlagen in den 90iger Jahren, zunächst auf sog. Datenstationsrechner mit insgesamt rd. 190 Terminals. Mittlerweile hat die Finanzverwaltung die EDV vollständig auf vernetzte Arbeitsplatz-PCs umgestellt und wickelt sowohl die Verwaltung als auch die Steuerveranlagung über Datenverarbeitung ab.

Wie die anderen Finanzämter in Bayern bekam auch das Finanzamt Ingolstadt nach umfangreichen Umbauarbeiten im Erdgeschoß ein Servicezentrum mit 5 Bearbeiterplätzen. Die Einrichtung wurde gut angenommen und wird seit Inbetriebnahme (26.07.2001) monatlich von rund 3000 Bürgern besucht.

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