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Geschichte

Zur Geschichte des Finanzamts Hof
und der Außenstellen Münchberg und Naila

Die ersten Ansätze der modernen Steuer- und Finanzsysteme in Deutschland gehen auf Reformen zu Beginn des 19. Jahrhunderts zurück. Die napoleonischen Kriege hatten einen enormen Finanzbedarf verursacht, der mit den überkommenen öffentlichen Abgaben und Lasten nicht zu decken war; ebenso erzwang die damalige territoriale Neuordnung eine Vereinheitlichung der Steuern.

In Hof reichen die Anfänge der bayerischen Steuerverwaltung in das Jahr 1810 zurück. Zu jener Zeit wurde die seit 1792 unter preußischer Herrschaft stehende Markgrafschaft Brandenburg - Bayreuth, zu der auch die Stadt Hof gehörte, dem Königreich Bayern einverleibt. Das preußische "Kammeramt", unter fränkischer Herrschaft noch "Kastenamt", wurde zum "Königlich-Baierischen Rentamt". Es befand sich bis zum Jahr 1872 in einem Gebäude in der Theaterstraße und war anschließend in einem eigenen Neubau "Klostertor 1" untergebracht. Im Zuge der Schaffung der Reichsfinanzverwaltung wurde ab 1920 die Bezeichnung "Finanzamt" eingeführt. Das Gebäude am Klostertor erwies sich jedoch schnell als völlig unzureichend, so dass in den Jahren 1937/38 ein neues Amtsgebäude an der Jahnstraße errichtet werden musste. Nach dem Zweiten Weltkrieg war das Gebäude zunächst vollständig, sodann - bis 1954 - teilweise von den amerikanischen Besatzungstruppen beschlagnahmt. Das Finanzamt war während dieser Zeit in einem Postnebenraum am Bahnhof untergebracht. Aber auch die Diensträume in der Jahnstraße reichten bald nicht mehr für die Unterbringung aller Bediensteten aus. Verschiedene Arbeitsgebiete mussten ausgelagert und hierfür in zwei Gebäuden Räume angemietet werden. Der dringend notwendige Neubau wurde nach einer langjährigen Planungsphase an der Ernst-Reuter-Straße 60 errichtet und konnte im Jahr 1990 bezogen werden.

Der Bezirk des Finanzamts umfasste zunächst die Bereiche der Stadt Hof und der Landkreise Hof und Rehau. Im Anschluss an die Gebietsreform im Jahr 1972, bei der die Landkreise Rehau, Münchberg und Naila dem Landkreis Hof zugeordnet worden waren, wurden 1973 die Finanzämter Münchberg und Naila in Außenstellen des Finanzamts Hof umgewandelt.

Beide Außenstellen können ebenfalls auf eine wechselvolle Geschichte zurückblicken:

Die Ursprünge der Steuerverwaltung im Bereich der heutigen Außenstelle Naila sind in Lichtenberg zu suchen, wo bereits im 8. Jahrhundert eine Vogtei bestanden haben soll und sich später mehrere Adelsgeschlechter in der Herrschaft ablösten. Sie residierten in einer eindrucksvollen Burganlage, zu der auch ein herrschaftliches Kastenamt und eine heute noch bestehende Zehentscheune gehörten. Hier wurden Abgaben erhoben und - soweit es sich um Naturalien handelte - auch eingelagert. Mit dem Übergang der Markgrafschaft Brandenburg-Bayreuth an das Königreich Preußen wurde auch hier das Kastenamt zu einem preußischen Kammeramt und später zu einem Rentamt. Erst 1955 wurde der Sitz des Finanzamts in ein neues Amtsgebäude in der Kreisstadt Naila verlegt, in dem die jetzige Außenstelle auch heute noch untergebracht ist.

In Münchberg befand sich das königliche Rentamt bis zum Jahre 1894 in einem Gebäude in der Hofer Straße 8. Anschließend zog es in ein in der Hofer Straße 1 gelegenes Anwesen um, welches das Königreich Bayern auf Anregung des königlichen Rentamtmanns Berdel, dem damaligen Leiter der Behörde, erworben hatte. Dieses Gebäude, das im Jahre 1879 als Wohn- und Geschäftshaus erbaut worden war und bis heute mehrfach erweitert und modernisiert wurde, dient seither der Steuerverwaltung.

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