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Dienstgebäude

Finanzamt Gunzenhausen
Hindenburgplatz 1
91710 Gunzenhausen
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Geschichte

Historische Entwicklung des Amtsbezirks; Geschichte des Finanzamts und des Dienstgebäudes

Um die Wende der Zeitenrechnung (Mitte des ersten Jahrhunderts) zog sich durch das Gebiet der Grenzwall "Limes" des römischen Reichs. Es entstanden Wachtürme und Kastelle. Den Römern auf der einen Seite standen keltische und germanische Stämme gegenüber. Im Jahre 233 durchbrachen alemannisch-juthungische Stämme den Wall, drängten die Römer bis an die Donau zurück und wurden hier ansässig. Um die Mitte des 5. Jahrhunderts nahmen die Franken von dem Gebiet Besitz. Die Gründung des Klosters Gunzenhausen (Gunzinhusir) erfolgte in der Zeit nach 741/45 (erste urkundliche Benennung am 21.08.823 aus Anlass der Übergabe durch Kaiser Ludwig den Frommen an Ellwangen.

Die Herrschaft über Gunzenhausen wechselte von Truhendingern (1309), über die Burggrafen von Nürnberg (1368) - um diese Zeit erhielt Gunzenhausen Stadtrecht -, auf die Markgrafen von Ansbach. Als der letzte Markgraf seiner Herrschaft entsagte, nahm König Friedrich Wilhelm II. von Preußen das Fürstentum in Besitz. Unter der Herrschaft sowohl der fränkischen als auch der preußischen Linie der Hohenzollern entwickelte sich Gunzenhausen zu einem wirtschaftlichen Mittelpunkt im Altmühlgebiet. Am 24.02.1806 kam Gunzenhausen zum neu geschaffenen Königreich Bayern. Während des Dreißigjährigen Krieges erlitt Gunzenhausen schwere Lasten und Schäden. In den Jahren 1846 bis 1849 erfolgte der Anschluss an das Eisenbahnnetz der Bayer. Nord-Süd-Bahn. Nach dem Deutsch-Französischen Krieg und dem Ersten Weltkrieg weitete sich das Stadtgebiet erheblich aus; die Einwohnerzahlen stiegen stetig an. Nach dem Zweiten Weltkrieg begann erfolgreich die Industrialisierung.

Seit Mitte des 14. Jahrhunderts (1350) wurde Gunzenhausen planmäßig zum Markt- und Gerichtszentrum mit Oberamt aufgebaut. Damit war das Recht für Straf-, Zoll- und Steuergefällanteile (Steuereinnehmer) verbunden. Das Oberamt Gunzenhausen hatte den Rang einer mittleren Landes- und Hochgerichtsbehörde mit Kastenamt (landesherrliche Steuerbehörde). Weitere Ämter im Bereich um Gunzenhausen waren in Hohentrüdingen, Heidenheim und Spielberg.

Nach der Neuorganisation der Behörden durch den preußischen Staatsminister Hardenberg 1795 brachte das Organisationspatent vom 01.02.1797 unter Aufhebung aller früheren Ämter den Gunzenhausener Kreis mit Justiz- und Kammerämtern. Die Finanzverwaltung versah das Kammeramt unmittelbar. Am 01.10.1808 wurden die Kaseralämter in Kgl. Bayer. Rentämter umbenannt. Die Instruktion vom 13.05.1808 bestimmte 4 Arten von Steuern (Grund- oder Rustikal-, Haus-, Dominikal- und Gewerbesteuer).

Im Gebiet des heutigen Amtsbezirks wurden 4 Rentämter als reine Fiskalbehörden in Gunzenhausen, Weißenburg, Heidenheim und Spalt gebildet, die der Finanzdirektion des Rezatkreises, ab 1817 Kammer der Finanzen bei der Regierung des Rezatkreises (ab 01.01.1838 Regierung von Mittelfranken) in Ansbach unterstellt waren.

Zum 01.04.1920 wurden die Rentämter in Finanzämter umbenannt und der Oberfinanzdirektion Nürnberg unterstellt.

Dem Rentamt Gunzenhausen wurde im Laufe der Zeit zugegliedert:

Am 01.10.1811 der Steuerdistrikt Kalbensteinberg vom Rentamt Spalt
am 01.10.1857 die Gemeinde Nordstetten vom Rentamt Wassertrüdingen
am 01.07.1862 die Gemeinden Biederbach, Gerbersdorf, Heglau, Hirschlach, Merkendorf und Selgenstadt vom Rentamt Windsbach
am 01.01.1880 die Orte Wolframs-Eschenbach und Mitteleschenbach, Ismannsdorf und Reutern vom Rentamt Windsbach
am 01.01.1929 wurde dem Finanzamt Gunzenhausen das gesamte Gebiet des aufgelösten Finanzamts Heidenheim zugegliedert
am 01.04.1931 die Gemeinden Arberg, Gern, Kemmathen vom aufgelösten Finanzamt Herrieden
am 01.01.1932 die Gemeinden Gundelsheim und Wachenhofen vom Finanzamt Weißenburg
am 01.10.1932 wurde das Finanzamt Wassertrüdingen aufgelöst und mit 24 Gemeinden dem Finanzamt Gunzenhausen zugegliedert.

Durch die Gebietsreform und Neugliederung der Landkreise in Bayern wurden auch die Finanzamtsbezirke den neu geschaffenen Gebietskörperschaften angepasst. Durch Verordnung vom 11.04.1973 (mit Wirkung vom 01.07.1973) wurden die Gebiete der ehemaligen Finanzamtsbezirke Gunzenhausen und Weißenburg dem neu entstandenen Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen angeglichen und dem Finanzamt Gunzenhausen eingegliedert. In Weißenburg verblieb noch bis 30.09.1975 eine Außenstelle des Finanzamts Gunzenhausen.

Das frühere Oberamt/Rentamt Gunzenhausen und jetzige Finanzamt Gunzenhausen war bis 15.12.1967 im Oberamtsgebäude der Markgrafen am Marktplatz in Gunzenhausen untergebracht. In den Jahren 1966 - 1967 wurde am Hindenburgplatz ein neues Ämtergebäude (Finanzamt/Vermessungsamt/Gesundheitsamt) errichtet und am 18.12.1967 bezogen.

Am 02.03.1979 Umzug der Nebenstelle des Vermessungsamtes Weißenburg in das ehemalige Amtsgerichtsgebäude. Seit dem Zeitpunkt war im Hauptgebäude nur noch das Finanzamt und im Nebengebäude das Staatl. Gesundheitsamt untergebracht. Zum 31.01.2000 endete der Mietvertrag mit dem Staatl. Gesundheitsamt. Das Ämtergebäude wird ab diesem Zeitpunkt ausschließlich als Finanzamt genutzt.

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