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Geschichte

Die ersten Hinweise auf eine Bevölkerung im Raum Erding gehen bis in die Jungsteinzeit zurück. Etwa 2000 v. Chr. entwickelte sich eine rege Siedlungstätigkeit. Um 500 v. Chr. begannen die Kelten sich im Gebiet des heutigen Landkreises auszubreiten, um ca. 15 v. Chr. verloren sie ihre Selbständigkeit an die Römer. Im 5. Jahrhundert mussten die Römer den vordringenden Germanen weichen.

Karl der Große setzte schließlich Ende des 8. Jahrhunderts in Bayern Statthalter ein und teilte das Land in verschiedene Gaue. Anlässlich dieser Einteilung erscheint zum erstenmal der Name "Herting-Gau" oder "Aerdinggau". Er erstreckte sich längs des Laufes der Sempt und der Strogen, umfasste also etwa den westlichen und nördlichen Teil des heutigen Amtsbezirkes, während der südwestliche, südliche und östliche Teil damals überwiegend zum Isen-Gau mit den Orten Isen und Dorfen gehörte.

Nach dem Aussterben der Semptgrafen kam der Erdinger Gau an die Ebersberger Grafen und wiederum nach dem Tode des letzten Sprosses dieser Grafenfamilie, Adalbero von Ebersberg, im Jahr 1045 an die Grafen von Moosburg. Auch dieses Grafengeschlecht starb aus, so gelangte der Aerdinggau 1281 an die Herzöge von Niederbayern. Die Zugehörigkeit wechselte öfter: 1340 Oberbayern, kurz darauf 1349 wieder Niederbayern, bis er schließlich ab 1504 nach der Wiedervereinigung der beiden Herzogtümer endgültig bei Oberbayern verblieb.

Das Haus Wittelsbach setzte sich, auch begünstigt durch das Aussterben mehrerer berühmter alter Adelsgeschlechter, nach und nach in den Besitz der Gaubezirke. Die Entwicklung zum Flächenstaat im modernen Sinne schritt ab dem 12. Jahrhundert voran. Vor allem die Wahrung des Landfriedens, der Schutz des Rechts, die Verfolgung von Verbrechen und die Sicherung des Handels verlangten nach einer übergeordneten staatlichen Gewalt. Zur Sicherung der Verbindung zwischen den wittelsbachischen Zentren München und Landshut wurde um 1230 an der Sempt eine Feste gegründet, die spätere Stadt Erding. Der auf salzburgischem Gebiet liegende ältere Ort wurde Altenerding genannt.

Aus den ehemaligen Gauen und Grafschaften wurden Pflegen (Landgerichte) gebildet. Die Pflege Erding umfasste den Hertinggau und das Gebiet um Dorfen. Im 14.Jahrhundert erhielt Dorfen mit umliegendem Gebiet eine eigene Pflegschaft. Erst 1803 wurden beide Pflegen (Landgerichte) wieder vereint. Dieses Landgericht Erding ging später fast unverändert in den Landkreis über.

Das Rentamt für den Bereich der Gerichte Erding und Dorfen befand sich seit jeher in Landshut, also Niederbayern. Erst 1808 im Zuge einer Neugliederung der Verwaltung kam das für das Landgericht Erding zuständige Rentamt nach Erding. Die Umgliederung war nicht nur verwaltungstechnisch bedeutsam, sondern es richtete sich seither auch das kulturelle und wirtschaftliche Leben nach München hin aus. Von 1808 bis 1821 war das Rentamt im Gebäude der ehemaligen Probstei des Malteserordens untergebracht (ab 1822 die Stadtschule, heute ein Teil des Gewandhauses Gruber).

1821 zog das Rentamt in die Gebäude des ehemaligen Kapuzinerklosters an der Münchner Straße (die Kirche war ausgenommen, sie wurde in einen Getreidespeicher umgewandelt).

Die Geschichte des Kapuzinerklosters fand schon 1802 mit der Auflösung im Rahmen der Säkularisation ein Ende. 1694 gegründet, erlebte das Kloster des Bettelordens Mitte des 18. Jahrhunderts seine Blüte durch zahlreiche Wallfahrer zu den Gebeinen des römischen Märtyrers Placidus. Schon Ende dieses Jahrhunderts war allerdings ein Niedergang zu verzeichnen. Schließlich wurde es nach einer Versteigerung dem ehemaligen Verwalter der Malteser-Propstei und danach Stadtschreiber, Lorenz Leitzinger, für 5.000 Gulden zugeschlagen. Für 16.000 Gulden renoviert, nutzte er es als Wohnhaus. Seine Erben verkauften es 1821 an den Staat.

Bis 1900, also fast 80 Jahre, blieben nun die ehemaligen Klostergebäude Sitz des Rentamtes. 1899 wurde der gesamte Komplex auf Abbruch um 2.000 Mark versteigert. Zuerst riss man den westlichen Teil ab. Im ehemaligen Klostergarten entstand 1899 das neue Rentamtsgebäude (bezugsfertig Ende 1900) mit Kosten in Höhe von 62.600 Mark.

Altes Finanzamt Erding

Bild: Foto Zeiler, Erding

Bald schon zu klein, wurde 1912 südwärts ein Erweiterungsbau angefügt, der sich harmonisch dem ursprünglichen Baustil anpasste und auch heute noch so aussieht, als ob alles in einem Zug geplant worden wäre.

Mit der Einführung der Reichsfinanzverwaltung wurde ab 01.04.1920 die Steuerbehörde des Landes, das Rentamt, zum Finanzamt.

Durch einen Fund im Rahmen der Renovierungsarbeiten 2003 sind uns die Anzahl und die Namen der Belegschaft aus dem Jahre 1928 bekannt geworden. Das gefundene Foto mit Grußworten an die "Nachkommen" anlässlich eines damaligen Umbaues lässt 31 Personen (davon 5 Frauen) erkennen, die zu dieser Zeit im Finanzamt tätig waren.

Veteranen

1974 reichten die vorhandenen Räume nicht mehr aus um alle Arbeitsgebiete unterzubringen. Deshalb wurde im Dr.-Ulrich-Weg 1 eine Etage angemietet. Die Expansion ging weiter.

Zum Vergleich ein paar Zahlen:

Stichtag Vollarbeitskräfte erfasste
steuerpflichtige
Bürger
Aufkommen
01.01.1957 64 10.930 13.824.000 DM
01.01.1980 80 28.500 135.998.000 DM
01.01.2004 105 49.900 216.549.000 Euro

Stand: 02.03.2018


1984 zogen mehrere Arbeitsgebiete, hauptsächlich Veranlagung, in das größere Gebäude der ehemaligen Landwirtschaftsschule, Dr.-Ulrich-Weg 2.

Schließlich mussten 1990 zusätzlich Stellen in die Tuchschererstraße 7 ausgelagert werden.

Seit dem 1. Spatenstich am 14.02.2001 entstand auf dem staatseigenen Grundstück in der Münchner-Str. 31, etwas zurückgesetzt in den Garten an der Grundstücksgrenze zur Justiz entlang, ein neuer Erweiterungsbau.

Ende 2002 war er fertiggestellt. Im Anschluss daran wurde der Altbau saniert und renoviert, so dass seit Ende September 2004 alle Stellen des Finanzamts wieder auf einem Grundstück vereint sind.

Luftbildaufnahme Erding 

Bild: Dr. Seeholzer, Erding

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