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Finanzamt Wolfratshausen-Bad Tölz

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Finanzamt Wolfratshausen-Bad Tölz
- Außenstelle Bad Tölz -
Prof.-Max-Lange-Platz 2
83646 Bad Tölz

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Öffnungszeiten Servicezentrum

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  • Di - Do: 7.00 - 13.00 Uhr
  • Freitag: 7.00 - 12.00 Uhr

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Geschichte

Historie

Bereits im Landesurbar von 1281 (noch nicht im Urbar von 1224/28) wird Tölz als herzogliches Kastenamt (officium Tollentze) mit einem Pfleger (der herzoglichen Burg) und von ansehnlichem Umfang (nach Norden Großdingharting, Sauerlach, Aying, nach Osten bis Irschenberg, nach Süden bis Fall, nach Westen bis Blomberg und Buchberg) erwähnt. Der Ort Tölz wurde von Kaiser Ludwig dem Baiern 1331 zum Bannmarkt (mit Magistrat und niederer Gerichtsbarkeit) erhoben. Für das Tölzer Gebiet wurde später (1340?) das Landgericht Tölz errichtet, womit wohl die bisherige Zuständigkeit des Gerichts Wolfratshausen ein Ende gehabt haben wird.

Mit dem Regierungsantritt Max Josef IV. wurden die Pfleg- und Landgerichte, die zu unverdienten Pfründen der Pfleger geworden waren, aufgehoben, der Verkauf der Pflegegründe angeordnet und die Neuordnung der unteren Verwaltungsbehörden durch die Verordnung über die Einrichtung der Landgerichte vom 24.3.1802 (RBl. 236, 249) eingeleitet. In Durchführung dieser Verordnung, die auch die Errichtung von Rentämtern (mit deren personeller Besetzung und sachlicher Zuständigkeit) festlegte, wurde das Rentamt Tölz mit Bekanntmachung der Churfürstlichen Landesdirektion von Baiern vom 15. September 1803 (RBl. S. 744) errichtet. Das Rentamt "begreift ganz die Gräne des neuen dortigen Landgerichts" (dazu Bek. vom 27.8.1803 RBl. S. 616), "nämlich den ganzen Umfang des ehemaligen Landgerichts Tölz, und des ehemaligen Herrschaftsgerichts Benediktbeuern. Die bisher mit dem dortigen Landrichteramt vereiniget gewesene Salzspedition wird nun mit dem Rentamte vereinigt". Hinzu kam (um 1830) noch das Gebiet der Hofmarken Reichersbeuern und Sachsenkam vom Bezirk Wolfratshausen. Damit war der heute noch bestehende Amtsbezirk gebildet. Das Rentamt war nun eine völlig selbständige, vom Landgericht getrennte (und diesem nur noch hinsichtlich der Kassenaufsicht unterstellte) unterste Behörde geworden, die die Aufgaben des Kastenamtes, die der Steuerverwaltung des alten Landgerichts und andere Aufgaben übernahm. Es war mit einem Rentbeamten als Vorstand, einem Amtsboten und etwa erforderlichem Unterpersonal besetzt. Neue Aufgaben erwuchsen später im Zuge der Aufhebung der besonderen landschaftlichen Finanzverwaltung (Verordnung vom 8.6.1807 RBl. S. 969), womit die landschaftlichen und ständischen Steuerklassen und die Steuererhebung durch ständische Einnehmer beseitigt wurden. Die ersten Rentbeamten waren Franz von Ott (1803), bisher Klosterrichter von Rottenbuch, und Jos. A. Fischer (1803 – 1808), bisher Kapitelrichter von Indersdorf.

Mit der Errichtung der Reichsfinanzverwaltung wurde das Rentamt 1919 in ein Finanzamt umgewandelt.

Das Rentamt Tölz war von 1804 – 1954 in dem von dem Pfleger Caspar Winzerer II. i.J. 1485 erbauten, 1799 von dem Markt Töz als Gemeinde- und Schulhaus erworbenen "Pflegerhaus" (Marktstraße Nr. 59) mietweise untergebracht; von 1856 wiederum mietweise im Haus (1. Stockwerk) des Kaufmanns Khann (heute "Zum Herrn unterm Turm" Marktstraße Nr. 75).

An Zuständigkeiten verlor das Amt mittlerweile die Verwaltung der Beförderungssteuer (1.4.1954), die Strafsachenstelle (1.1.1957) und die Liegenschaftsverwaltung (1.4.1960 Weilheim). Kraftfahrzeug- und Grunderwerbsteuer, Wohnungsbauprämien und Sparprämien gingen ab 1.9.1973 auf das Stammfinanzamt Wolfratshausen über.

Im Zuge der Landkreisreform wurde Bad Tölz Sitz der erweiterten Landkreisverwaltung. Wolfratshausen wurde als Entschädigung für den Zentralitätsverlust zum Sitz des Finanzamts sowie des Amtsgerichts bestimmt. Das frühere Finanzamt Bad Tölz besteht seit 1973 als Außenstelle des Finanzamts Wolfratshausen weiter.

Infolge der Gebietsreform kam ab 1.7.1973 die Gemeinde Schlehdorf mit 1.015 Einwohnern und 25,39 qkm vom bisherigen Finanzamtsbezirk Weilheim zum neugebildeten Landkreis Bad Tölz – Wolfratshausen. Sie wurde dem Finanzamtsbezirk Bad Tölz zugeteilt (GVBl Nr. 26/1971 S. 495).

Der Bezirk der Außenstelle umfasst jetzt 13 Gemeinden mit ca. 60.000 Einwohnern (Stand: 2000) und 742,26 qkm. Dazu gehört die flächenmäßig größte Gemeinde der Bundesrepublik, nämlich Lenggries mit 242,88 qkm.

Entwicklung des Steueraufkommen

Das Steueraufkommen betrug

  • 1826: 58.900 Gulden (= 130.130 RM)
  • 1943: 7 Mio RM
  • 1959: 17,8 Mio DM
  • 1969: 41,4 Mio DM
  • 1975: 67 Mio DM
  • 1999: 182 Mio DM.

Entwicklung der Beschäftigtenzahl

Die Zahl der Beschäftigten betrug

  • 1914: 11
  • 1939: 44
  • 1960: 41
  • 1970: 42
  • 1976: 43

Beamte und Angestellte.

Inzwischen ist aber die Beschäftigtenzahl auf 53 Kräfte gestiegen.
Da in Bad Tölz überdurchschnittlich viele Teilzeitbeschäftigte arbeiten, beträgt die Belegschaftszahl ca. 70 Personen. Diese starke, familienpolitisch gewollte Förderung der Teilzeitarbeit führt zu erheblichem räumlichem und organisatorischem Aufwand (Bildschirmarbeitsplätze, Arbeitszeitverteilung).

Servicezentrum

Im Oktober 2000 haben wir – im Vergleich der Dienststellen recht rasch – unser Servicezentrum in Betrieb genommen, um unsere Besucher noch schneller und ohne lästiges Suchen nach dem zuständigen Bearbeiter bedienen zu können.

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