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Dienstgebäude

Finanzamt Augsburg-Land
Sieglindenstr. 19
86152 Augsburg
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Geschichte

Chronik des Finanzamts Augsburg-Land

Die Geschichte des Finanzamts Augsburg-Land reicht schon weit zurück. Beim Aufbau der Reichsfinanzverwaltung wurde das für den Bezirksamtsbereich Augsburg zuständige Bayerische Rentamt Augsburg II zum 01.04.1920 in das Finanzamt Augsburg II übergeleitet und schließlich 1926 in „Finanzamt Augsburg-Land“ umbenannt.

Ursprünglich auf den Bezirksamtsbereich Augsburg beschränkt, entstand der heutige Zuständigkeitsbereich des Finanzamts Augsburg-Land durch Auflösung und Eingliederung des Finanzamts Zusmarshausen im Jahre 1932, der Finanzämter Friedberg, Schwabmünchen, Wertingen und Aichach. Das frühere Finanzamt Aichach, dessen Amtsbezirk damals noch zu Oberbayern gehörte und dem früheren Landkreis Aichach entsprach, wurde im Zuge der bayer. Landkreisreform ab 01.07.1973 zunächst noch als Außenstelle des Finanzamts Augsburg-Land weitergeführt und zum 01.07.1975 aufgelöst.

Heute umfasst der Finanzamtsbezirk Augsburg-Land die Landkreise Augsburg und Aichach-Friedberg. Innerhalb des Bayerischen Landesamts für Steuern (früher Oberfinanzdirektion München) handelt es sich um den der Fläche nach größten Amtsbereich in Südbayern. Auch nach der Bevölkerungszahl zählt er mit 368.248 (Stand: 30.06.2011) Einwohnern zu den größten Finanzamtsbezirken.

Der Bezirk des Finanzamts Augsburg-Land ist mit der Großstadt Augsburg aufs engste verflochten und gehört damit zu einem der wichtigsten Wirtschaftszentren Bayerns. Der Schwerpunkt der Industrie liegt beim Maschinenbau, der chemischen Industrie, der Stahl- und Graphitherstellung, der Nahrungsmittel- (Mühlen, Milchverarbeitung und Fleischwaren) und der holzverarbeitenden Industrie. Die Nähe der Großstadt Augsburg hat gleichzeitig zu einer Zunahme von Handwerks- und Handelsbetrieben geführt. In den stadtfernen Gemeinden überwiegen noch land- und forstwirtschaftliche Betriebe

Das Finanzamt Augsburg-Land war für viele Jahre in dem im Jahre 1927 fertiggestellten Dienstgebäude an der Prinzregentenstraße 23 in Augsburg untergebracht.

Am 01.05.1955 zog es in das vom Finanzamt Augsburg-Stadt geräumte, sogenannte Zollernhaus am Fronhof (Peutingerstraße 25) ein. Dieses Gebäude konnte in seiner fast 500-jährigen Geschichte seinem ursprünglichen Bestimmungszweck trotz mehrmaligen Besitzwechsels immer treu bleiben. Es wurde vom Fürstbischof Friedrich Graf von Zollern 1497 als „Kastenhaus“ oder „Kornhaus“ erbaut und diente zur Entgegennahme und Einlagerung des von den Fürstbischöfen Augsburgs eingehobenen „Zehnten“. Im Zuge der Säkularisation ging das Gebäude im Jahre 1806 in den Besitz des Königreichs Bayern über und wurde weiterhin als königlicher Fruchtspeicher sowie Sitz des königlichen Landrentamtes und des Forstamtes verwendet.

An der Nordseite des Hauses befindet sich noch heute das gut erhaltene, mit der gotischen Jahreszahl 1497 versehene Wappen des Bauherrn. Sehr bemerkenswert ist der gotische Giebel an der Ostseite des Gebäudes. Seine architektonische Wirkung wird allerdings durch bauliche Änderungen in den Jahren 1911 und 1912 beeinträchtigt.

Dem Finanzamt Augsburg-Land wurden über den eigenen Amtsbezirk hinaus erweiterte Zuständigkeiten übertragen. Die 1955 geschaffene Betriebsprüfungsstelle war zuständig für den eigenen Amtsbezirk und den des Nachbarfinanzamts Nördlingen einschließlich Außenstelle Donauwörth sowie für das Bankengewerbe des gesamten Regierungsbezirks Schwaben. Im Bereich der Kraftfahrzeugsteuer ist das Amt auch für den Bezirk des Finanzamts Augsburg-Stadt zuständig. Zum 01.01.1974 wurde eine Umsatzsteuerprüfungsstelle für den Amtsbezirk und den des Finanzamts Nördlingen mit der Außenstelle Donauwörth eingerichtet. Ferner wurde die sachliche Zuständigkeit der Betriebsprüfungsstelle ab 01.01.1976 um die Fachprüfung der land- und forstwirtschaftlichen Betriebe auf den Regierungsbezirk Schwaben erweitert.

Gebäude

Im Zuge einer Neustrukturierung der Betriebsprüfungs- und Körperschaftsteuerstellen wurden ab Januar 2006 bayernweit viele Sonderzuständigkeiten wieder auf die ursprünglichen Finanzamtsbezirke übertragen. Damit fielen ab diesem Zeitpunkt dem Finanzamt Augsburg-Land wieder die Veranlagungsaufgaben der Kapitalgesellschaften und Vereine zu, für die bis dahin das Finanzamt Augsburg-Stadt zuständig war.

Nach wie vor gehören jedoch die Aufgabengebiete Grunderwerbsteuer und Kraftfahrzeugsteuer des Finanzamtsbezirks Augsburg-Stadt zu den erweiterten Zuständigkeiten des Finanzamts Augsburg-Land.

Die Aufgaben- und Personalmehrungen ab Mitte der 60er Jahre führten dazu, dass zur Deckung des gestiegenen Raumbedarfs weitere Büroräume angemietet werden mussten. Arbeitnehmerstellen, Datenerfassungsstelle, Umsatzsteuervoranmeldungsstelle, Umsatzsteuerprüfer, Vollstreckungsstelle, Stundungs- und Erlaßstelle und Rechtsbehelfsstelle waren in zwei Mietobjekten untergebracht. Betriebsprüfungsstelle, betriebsnahe Veranlagung, Bewertungsstelle, Grunderwerbsteuerstelle, Arbeitgeberstelle und Kraftfahrzeugsteuerstelle waren in das im November 1989 erworbene und ca. 2,5 km entfernte ehemalige Arbeitsamtsgebäude ausgelagert. Zusätzlich befanden sich Teile der Veranlagung in einem renovierten Gebäude in der Sieglindenstraße.

Aufgrund der Verteilung der Beschäftigten des Finanzamts Augsburg-Land auf bis zu fünf verschiedene Gebäude im gesamten Stadtgebiet war es seit langem Ziel der Amtsführung, ein großes zentrales Gebäude für alle Amtsangehörigen zu errichten. Am 30.01.1997 gab Finanzstaatssekretär Alfons Zeller in einer Pressemitteilung bekannt, dass der Planungsauftrag zur Errichtung eines Neubaus (= Erweiterungsbau) und Generalsanierung des ehemaligen Arbeitsamtsgebäudes erteilt worden sei; Kosten des gesamten Bauvorhabens ca. 55 Mio. DM.

Die Errichtung der neuen Büroräume in der Sieglindenstraße 19 bis 23 war in zwei Bauabschnitten geplant. Im Juli 2000 erfolgte der Spatenstich für den 1. Bauabschnitt; bereits im November 2002 konnte der Neubau („Erweiterungsbau“) bezogen werden. Gut zwei Jahre später, im Dezember 2004, war der 2. Bauabschnitt mit Vermittlungsbau, Hochhaus und Sieglindenstraße 23 fertiggestellt. Im Januar 2005 fand der „große Umzug“ in die neuen Büros statt. Gleichzeitig konnten die angemieteten Gebäude aufgegeben werden.

Grenzen des Amtsbezirks mit Angabe der angrenzenden Finanzämter

Der Finanzamtsbezirk Augsburg-Land, dessen räumliche Ausdehnung unten in Ziffer 3 näher dargestellt ist, umschließt ringförmig das Gebiet der kreisfreien Stadt Augsburg, die ihrerseits zum Bezirk des Finanzamts Augsburg-Stadt gehört. Die Außengrenzen berühren - im Uhrzeigersinn - gesehen:

Amtsbezirk

Gemeinden, Städte, Fläche und Einwohnerzahlen des Amtsbezirks

Der FA-Bezirk Augsburg-Land umfasst das Gebiet des Landkreises Augsburg mit 46 und des Landkreises Aichach-Friedberg mit 24, insgesamt also mit 70 politischen Gemeinden, darunter 8 Städte (Aichach, Bobingen, Friedberg, Gersthofen, Königsbrunn, Neusäß, Schwabmünchen und Stadtbergen) und 13 Marktgemeinden (Aindling, Biberbach, Diedorf, Dinkelscherben, Fischach, Inchenhofen, Kühbach, Meitingen, Mering, Pöttmes, Thierhaupten, Welden, Zusmarshausen) sowie 1 gemeindefreies (unbewohntes) Gebiet.

Ursprünglich auf den Bezirksamtsbereich Augsburg beschränkt, entstand das heutige Gebiet des FA Augsburg-Land durch Auflösung des FA Zusmarshausen im Jahre 1932, der FÄ Friedberg (früher Obb.), Schwabmünchen und Wertingen im Jahre 1943 sowie das FA Aichach (früher Obb.) im Jahre 1973 im Zuge der Bayerischen Landkreisreform.

Flächen und Einwohnerzahlen des FA-Bezirks Augsburg-Land:

Flächen und Einwohnerzahlen des FA-Bezirks Augsburg-Land

Bisherige Amtsleiter

Mit der Leitung des Finanzamts Augsburg-Land waren bisher folgende Vorsteher beauftragt:

Amtsleiter Titel Name
01.10.1919 - Frühjahr 1922 RegR Hartmann
01.06.1922 - Herbst 1930 RegR Stokar
Dezember 1930 - 17.03.1936 ORR Dr. Hübsch
01.07.1936 - 30.09.1939 ORR Lasch
01.10.1939 - Juni 1941 ORR Dr. Göttel
30.06.1941 - Juni 1948 ORR Dr. Amberger
01.07.1948 - 30.04.1954 ORR Kast
01.05.1954 - 27.05.1966 RD Dr. Hufsky
17.05.1966 - 30.06.1971 ORR Dr. Stepperger
01.07.1971 - 31.12.1972 ORR Dr. Lammel
01.04.1973 - 28.02.1979 Ltd. RD Dr. Betz
01.03.1979 - 31.07.1991 Ltd. RD Mayr
01.08.1991 - 30.04.1994 Ltd. RD Asenbauer
27.07.1994 - 31.01.1997 Ltd. RD Dr. Wimmer
05.06.1997 - 28.02.2009 Ltd. RD Dr. Diebold
01.04.2009 - 31.03.2016 Ltd. RD Schön
Ab 06.06.2016 Ltd. RDin Heil

Stand: 12.06.2017

Verkehrslage des Dienstortes und Verkehrsverhältnisse im Amtsbezirk

Die als günstig zu bezeichnende Verkehrslage verdankt der Amtsbezirk seiner unmittelbaren Nachbarschaft zur Großstadt Augsburg. Der Eisenbahnverkehr erschließt den Amtsbereich gegen Osten und Westen mit der zweigleisigen Hauptstrecke München - Augsburg - Ulm - Stuttgart. Das Teilstück München - Augsburg ist zwischenzeitlich auf zwei Gleise in jede Richtung erweitert worden.

Nordwärts verbindet die zweigleisige Hauptstrecke Augsburg - Donauwörth - Nürnberg und südwärts die Strecke Augsburg - Schwabmünchen - Memmingen die wichtigsten Gemeinden des Bezirks mit dem Dienstort. Von den genannten Hauptbahnlinien zweigen außerdem drei eingleisige Nebenlinien ab. Zwei Nebenlinien wurden in der Vergangenheit stillgelegt und durch Busverkehr ersetzt.

Das Stadtgebiet Augsburg und die näheren Randgemeinden werden durch Straßenbahn- und Buslinien eines gemeinsamen Verkehrs- und Tarifverbunds bedient.

Als bedeutendster Straßenverkehrsweg durchzieht die Autobahn München - Augsburg - Stuttgart den nördlichen Teil des Amtsbezirks. Wichtigste Nord-Süd-Verbindung ist die mittlerweile autobahnähnlich ausgebaute Bundesstraße 2 nördlich von Augsburg, die nahtlos in die Bundesstraße 17 südlich von Augsburg übergeht. Beide sind im Augsburger Bereich Teilstrecken der landschaftlich reizvollen „Romantischen Straße“. Die Bundesstraße 2 setzt sich in Richtung München fort.

Zwei weitere Fernstraßen erreichen Augsburg von Westen her: die Bundesstraße 300 aus Richtung Memmingen/Krumbach, die über Aichach nach Ingolstadt weiterführt und die Bundesstraße 10 aus Richtung Ulm, die in Augsburg endet.

Bodennutzung (Stand 2010)

Bodennutzung Stand 2010

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