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Dienstgebäude

Finanzamt Aschaffenburg
Auhofstraße 13
63741 Aschaffenburg
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Dienstag: 8.30 - 13.00 Uhr
Mittwoch: 8.30 - 13.00 Uhr
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Geschichte

Entwicklung der Finanzbehörden in Aschaffenburg

Geschichte des Amtes Aschaffenburg
  • 1594
    Nachdem der Mainzer Erzbischof Wolfgang von Dalberg die aus drei unterschiedlichen Häusern bestehende Anlage in der Schloßgasse 30 (früher Lit. B 64, heute Schloßplatz 7) durch eine gemeinsame Fassade zusammenlegen ließ, befanden sich hier – Umbauten der kommenden Jahrhunderte eingeschlossen – bis zum Neubau 1904/1905 die kurmainzische Kellerei und das königliche Stadtrentamt.
  • 1714
    Errichtung des Hauses Webergasse 2 (Umbau 1852), in dem sich von 1942 bis 1945 das Finanzamt Aschaffenburg befand.
  • 1803
    Auflösung des Mainzer Kurstaates und Gründung des Fürstentums Aschaffenburg unter Carl Theodor von Dalberg (bis 1810).
  • 1809
    Fürstprimus Carl Theodor von Dalberg veranlasst eine allgemeine neue Steuerordnung, da auch in der Landesverfassung die Gleichheit der Steuerverfassung als Hauptgrundsatz festgeschrieben worden ist.
  • 1810
    Gründung des Großherzogtums Frankfurt (bis 1813). Mit der Bildung des Großherzogtums wird das Finanzwesen des Gesamtstaates einer einheitlichen Leitung unterstellt; an die Stelle der Landesdirektionen bzw. der Finanzbehörden von Frankfurt und Wetzlar tritt das Ministerium für Finanzen, Domänen und Handel. Während sich die Generalkasse für das Großherzogtum in Frankfurt befindet, hat die Generalinspektion der herrschaftlichen Kassen ihren Sitz in Aschaffenburg. Bei der Neuordnung des Finanzwesens bleiben wesentliche Elemente der bisherigen Kameralverfassung bestehen.
  • 1811
    Unter der Bezeichnung "Bezirkseinnehmereien" führen die Kellereien und Souveränitätsrezepturen ihre Tätigkeit weiter – im Gebiet des Departements Aschaffenburg 12 Kameralbezirke. Nach französischem Muster wird die Einregistrierungs- und Stempeltaxe eingeführt, zwei Jahre später jedoch vom Generalgouvernement der verbündeten Mächte wieder aufgehoben.
  • 1813
    Aufhebung der Departementsstaatskassen, die erst mit der Bildung des Großherzogtums entstanden sind.
  • 1814
    Nach dem Ende der Napoleonischen Kriege, der Auflösung der Zentralverwaltung und dem Verlust zahlreicher Behörden und Bildungsanstalten (Universität) fällt Aschaffenburg an die Krone Bayerns.
  • 1816
    Die erste, aufgrund der Vorschläge der königlichen Hofkommission für das Fürstentum Aschaffenburg getroffene Regelung sieht für die Rentämter Aschaffenburg und Rothenbuch vor, dass beide den Sitz in Aschaffenburg haben. Das Rentamt Aschaffenburg umfasst das Stadtgericht Aschaffenburg mit den Landgerichten Aschaffenburg, Obernburg und Kleinwallstadt, ferner die ehemalige Kompostelverwaltung Frankfurt.
  • 1826
    Das Rentamt Aschaffenburg erhält die separat verwalteten, ursprünglich für die Dotation des Bistums Würzburg vorgesehenen Faktoreien Großostheim und Großwallstadt (früher beim Domkapitel Mainz).
  • 1835
    Das Rentamt wird umgebaut.
  • 1853
    Neufestsetzung der Grenzen der Rentämter Aschaffenburg und Rothenbuch: Das gesamte Landgericht Alzenau wird dem Rentamt Rothenbuch zugeteilt; dieses gibt dafür die 1828 an das Landgericht Aschaffenburg gefallenen Orte des vormaligen Landgerichts Kaltenberg an das Rentamt Aschaffenburg ab.
  • 1859
    Alle Rentämter werden künftig nach dem Ort ihres Amtssitzes benannt und an allen Orten mit zwei Rentämtern die Bezeichnung Stadt- bzw. Landrentamt eingeführt; das Rentamt Aschaffenburg wird in Stadtrentamt, das Rentamt Rothenbuch in Landrentamt Aschaffenburg umbenannt.
  • 1867
    Dem relativ schwach dotierten Stadtrentamt Aschaffenburg werden vom Landrentamt die Forstbezirke Rohrbrunn, Krausenbach und Waldaschaff zur Aufbesserung seiner Dotation überwiesen.
  • 1879
    Im Zuge der Amtsgerichtsreform werden die im Wesentlichen noch heute gültigen Rentamtsgrenzen festgelegt. Eine Verordnung verwirklicht für Aschaffenburg die wiederholt erstrebte völlige Deckung von Rentamts-, Amtsgerichts- und Bezirksamtsgrenzen: Amtsgericht, Bezirksamt und Stadtrentamt Aschaffenburg sind fortan räumlich identisch.
  • 1903
    Umbenennung des Stadtrentamts in Rentamt Aschaffenburg I (Schloßgasse 30 = Schloßplatz 7) und des Landrentamts in Aschaffenburg II (Treibgasse 28).
  • 1904
    Neubau des Finanzamtsgebäudes in der Schloßgasse 30 (heute Schloßplatz 7).
  • 1919
    Mit dem Übergang der Finanzhoheit auf das Deutsche Reich erfolgt die Umwandlung der Rentämter in Finanzämter.
  • 1933
    Vereinigung der Finanzämter Aschaffenburg I und II (die 1901 bzw. 1939 eingemeindeten Orte Leider, Damm und Schweinheim blieben selbständige Steuergemeinden).
  • 1942
    Das Finanzamt bezieht das Haus Webergasse 2 (bis Kriegsende).
  • 1944/1945
    Das bereits beschädigte Gebäude Webergasse 2 wird durch Sprengbomben und Artilleriebeschuss völlig zerstört (Neubau und Aufstockung 1961). Schwere Beschädigungen des Gebäudes Schloßgasse 30.
  • Nach dem Zweiten Weltkrieg ist das Finanzamt wieder in dem Gebäude Schloßgasse 30 untergebracht.
  • 1967
    Abtragung des Ziergiebels über dem Finanzamtseingang, Ersatz des undichten Blechdaches durch Eternitplatten und Ziegel.
  • 1973
    Übertragung des Anwesens Webergasse 3 von der Forstverwaltung an die Finanzverwaltung des Freistaates Bayern. Dort Unterbringung der Bewertungsstelle des Finanzamts Aschaffenburg von 1974 bis zum Bezug des aktuellen Gebäude in der Auhofstraße 13 im Jahr 1999
  • 1980
    Sanierungsarbeiten am Finanzamtsgebäude, Einzug von stabilisierenden Trägern in die Etagendecken.
  • 1983
    Verlegung des Eingangs von der Schloßgasse zum Schloßplatz. Seit dieser Zeit trägt das Gebäude die Hausnummer Schloßplatz 7.
  • 1985
    Sicherung und Restaurierung der Fassade, Fensteränderungen und Einbau behindertengerechter Anlagen.
  • 1986
    Erwerb des fast zwei Hektar großen Geländes des traditionsreichen Konfektionsunternehmens Vordemfelde.
  • 1990
    In einem Architektenwettbewerb gewinnen die Darmstädter Architekten Lube und Schoppa den 1. Preis.
  • 1994
    Genehmigung der Haushaltsunterlage mit 55.900 Mio. DM.
  • 1995
    Entmunitionierungsarbeiten auf dem Gelände.
  • 1996
    Beginn der Rohbauarbeiten und Grundsteinlegung für den Neubau (10. Oktober 1996).
  • 1997
    Richtfest (10. April 1997) und Beginn des Innenausbaues.
  • 1999
    Am 20. September 1999 Beginn des Umzugs ins neue Gebäude Auhofstraße 13. Einrichtung eines Service-Zentrums und Neustrukturierung des Veranlagungsbereichs wie der Vollstreckungsstelle.
  • 2000
    Am 12. Mai 2000 Einweihung durch den Herrn Staatsminister der Finanzen, Herrn Prof. Dr. Kurt Faltlhauser

Quellen:
Christ, Günter: Aschaffenburg Grundzüge der Verwaltung des Mainzer Oberstifts und des Dalbergstaates. München 1963. Grimm, Alois: Aschaffenburger Häuserbuch II. Aschaffenburg 1991.Ketterer, Hermann: Das Fürstentum Aschaffenburg und sein Übergang an die Krone Bayern. Aschaffenburg 1914/1915.
Stadt- und Stiftsarchiv Aschaffenburg, hier Zeitungsarchiv.

Siluette des Raumes Aschaffenburg

Der Aschaffenburger Raum

Auszug aus der Chronik des Finanzamts Aschaffenburg

Dort, wo der Main das von Spessart- und Odenwaldhöhen begrenzte Tal verlässt, um sich endgültig nach Westen zu wenden, liegt Aschaffenburg mit rd. 67.000 Einwohnern, Unterfrankens zweitgrößte Stadt.

Ihre Entstehung geht wohl auf ein fränkisches Kastell zurück, aus dem sich im Laufe der Zeit das heutige Wirtschafts- und Kulturzentrum entwickelte.

Geographisch und geschichtlich, wirtschaftlich und kulturell ist Aschaffenburg eng mit dem mittelrheinischen Raum verbunden. Um das Jahr 982 kam es mit dem in der Mitte des 10. Jahrhunderts gegründeten Kollegiatstifts St. Peter und Alexander in das Erzbistum Mainz und war seit dem ausgehenden Mittelalter zweite Residenzstadt der Mainzer Erzbischöfe und Kurfürsten. Unter den prachtliebenden und kunstsinnigen Mainzer Landesherren nahm die Brückenstadt, seit 1122 befestigt, einen wirtschaftlichen und kulturellen Aufschwung und erlebte schließlich als Hauptstadt des Fürstentums Aschaffenburg und anschließend als Teil des Großherzogtums Frankfurt unter Kurt Theodor von Dalberg eine neuerliche Blüte. Im Jahre 1814 kam die Stadt zu Bayern und wurde in der Folge der wirtschaftliche Mittelpunkt des bayerischen Untermaingebiets, in dem sich Gewerbefleiß und Kunstsinn entsprechend der jahrhundertealten Tradition glücklich verbinden.

Wenn auch die Stadt im letzten Krieg schwer gelitten hat, so sind doch viele Zeugen ihrer bedeutenden Vergangenheit erhalten geblieben.

In den Fluten des Mains spiegelt sich auch heute noch das alte Wahrzeichen der Stadt. Das Schloss Johannisburg, eines der bedeutendsten Baudenkmäler Deutschlands. Der gewaltige Renaissancebau aus rotem Sandstein wurde unter dem Mainzer Erzbischof und Kurfürsten Johann Schweickard von Kronberg 1605 - 1614 von dem Straßburger Baumeister Georg Ridinger anstelle der 1552 zerstörten alten Burg errichtet. Die im 2. Weltkrieg entstandenen erheblichen Beschädigungen wurden in den Nachkriegsjahren vollständig beseitigt, so dass die ehemalige Residenz mit ihrer wuchtigen und ebenmäßigen Form, ihren mächtigen Türmen und feingegliederten Fassaden ein vererbtes Zeugnis kulturerfüllter Vergangenheit und glanzvoller Fürstenherrlichkeit darstellt.

In ihren Mauern barg sie bis 1945 die Schlossbibliothek mit rund 40.000 Bänden, 51 Handschriften und 183 Inkunabeln, die graphische Sammlung mit 20.000 Blättern und die Schlossgalerie mit über 400 Gemälden. Diese Schätze sind heute zum Teil in den Räumen des Stadt- und Stiftsarchivs und im Museum der Stadt am Stiftsplatz untergebracht. Erhalten blieben in der Schlosskapelle der herrliche Renaissancehochaltar aus Alabaster und die Kanzel des Bildhauers Hans Junker.

In unmittelbarer Nachbarschaft des Schlosses bietet das von Gartenanlagen umgebene Pompejanum in seinem fremdländischen Baustil einen Anblick von seltenem Reiz. König Ludwig I. ließ es als freie Nachbildung des in Pompeji ausgegrabenen Hauses des Kastor und Pollux durch Fr. von Gärtner und Carl Louis erbauen.

Über der Altstadtmitte erhebt sich auf dem Stiftsberg die Stiftskirche St. Peter und Alexander, die auf eine tausendjährige Geschichte zurückblicken kann. Diese Kirche, die romanische, gotische und barocke Stilelemente harmonisch in sich vereinigt, zählt zu den architektonisch bedeutsamsten Gotteshäusern Frankens. Der reiche Stiftsschatz birgt Meisterwerke der Buchmalerei und Goldschmiedekunst. Die Kirche, der Papst Pius XII. den Ehrentitel einer päpstlichen Basilika verlieh, bewahrt als kostbarstes Kleinod Matthias Grünewalds "Beweinung Christi", eines der eindringlichsten Werke deutscher Kunst.

Matthias Gothardt Richardt, genannt Grünewald (um 1460 - 1528), Hofmaler der Mainzer Kurfürsten, ist durch Leben und Schaffen eng mit Aschaffenburg verbunden.

An der Nordseite der Kirche liegt in stiller Weltabgeschiedenheit der stimmungsvolle spätromanische Kreuzgang aus dem 13. Jahrhundert, der zu den schönsten Schöpfungen dieser Art in der Welt zählt.

In dem an die Kirche sich anschließenden Stiftskapitelhaus befindet sich das Museum der Stadt, das in den stilvollen alten Räumen eine Fülle von Kunstwerken beherbergt.

Das Bild der Stadt wird durch die Muttergottespfarrkirche mit ihrer eindrucksvollen Barockfassade und dem krabbenbesetzten Steinhelm des romanisch-gotischen Turmes, durch die Sandkirche mit dem alten Sandtor, die Jesuitenkirche, Westdeutschlands erstem nach römischem Barockschema errichteten Jesuitenbau, durch stilvolle Adelshöfe, Stiftskurien und Bürgerhäuser in verträumten Gassen und Winkeln vollendet. Das im Schönborner Hof untergebrachte naturwissenschaftliche Museum mit zoologischer, botanischer und geologisch-mineralogischer Abteilung, worin das Main- und Spessartgebiet besondere Berücksichtigung findet, erfreut sich eines hohen Ansehens.

Im Altstadtfriedhof ruhen der Sturm- und Drang-Dichter Wilhelm Heinse, der Romantiker Clemens Brentano und der Nationalökonom Lujo Brentano, ein Neffe des Dichters.

Eine Erholungsstätte im Herzen der Stadt ist der von Kurfürst Friedrich Karl von Erthal im ehemaligen Biergarten angelegte, in jüngerer Zeit erweiterte Park Schöntal mit der malerischen Ruine der Kirche zum Heiligen Grab, Teilen der alten Stadtbefestigung, mit idyllischen Seen und dem Magnolienhain, den jeder Frühling mit verschwenderischer Blütenpracht überschüttet. In der warmen Jahreszeit bietet die an das Schöntal sich anschließende und unmerklich in die freie Spessartwaldung überleitende Fasanerie mit ihren schattigen Waldwegen Ruhe und Entspannung.

Jenseits des Mains liegt der Park Schönbusch, der auf angenehmem Weg in einer halben Stunde zu erreichen ist. Diese englische Gartenanlage ist eine der frühesten ihrer Art in Deutschland, ein Paradies der Philosophen und Poeten, mit verschlungenen Wegen, exotischen Gewächsen, Irrgarten, mit arkadischen Tempeln und Pavillons und einem reizenden klassizistischen Schlösschen, das sich im vorgelagerten See traumversunken widerspiegelt.

Die landschaftliche Schönheit der Stadt wird auch durch die verschiedenartigen Industrieanlagen nicht gestört. Bekleidungs-, Zellstoff-, Buntpapier- und Metallindustrie bestimmen den modernen Charakter der Mainstadt. Die günstige Verkehrslage, die moderne Entwicklung des Stadtverkehrs und die abwechslungsreiche Umgebung machen die Stadt zu einem Anziehungspunkt für viele Fremde und zum beliebten Tagungsort.

Durch die Autobahn, die über Aschaffenburg führt, rückt die Stadt noch mehr in das Blickfeld der Fremden. Wer diese schöne Stadt am Main einmal kennen gelernt hat, dem wird sie für immer als liebenswert in Erinnerung bleiben.

 

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