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Steuergeschichtliches aus Ansbach

Vom Königlich Bayerischen Rentamt von 1808 zum Neubau des Finanzamtes

Zur Zeit des letzten Markgrafen von Ansbach und Bayreuth (1751 - 1791) erscheint für die Steuererhebung der Begriff Renteikasse, bzw. der einer Unter- und Obereinnehmerei. Man kannte als Hauptsteuer die Vermögensteuer in Höhe von 1 % des Gesamtwertes des beweglichen und unbeweglichen Vermögens.

Die Schulden des Markgrafentums von Ansbach, 2,3 Millionen Reichstaler, und die von Bayreuth, 2,4 Millionen Reichstaler, konnten nur durch den berüchtigten Subsidienvertrag mit England (1777) abgebaut werden.

Der preußische Minister von Hardenberg beließ das markgräfliche Steuersystem. Unterste Steuerinstanz war das Kammeramt. Von Hardenberg verwirklichte den Grundsatz der ausschließlichen Steuerhoheit und sorgte dafür, dass der König von Preußen "alleiniger Herr in einem geschlossenen Gebiet in den beiden Fürstentümer war".

Unter dem "dirigierenden" Minister Montgelas erfolgte die Neugliederung des bayerischen Staatsgebietes. Durch die Verordnung vom 19.08.1808 führte er auch eine Neuorganisation der Steuerbehörden durch und schuf im Rezatkreis (ab 1837 Mittelfranken) 14 Rentämter: neben Ansbach in Colmberg, Dinkelsbühl, Feuchtwangen, Gunzenhausen, Herrieden, Rothenburg, Scheinfeld, Uffenheim, Wassertrüdingen und Windsbach. Bis 1810 gehörten die Rentämter Crailsheim, Steft und Gerhardsbronn ebenfalls zum Rezatkreis. Das erste Ansbacher Rentamt, das mit einem Rentbeamten und einem Gehilfen besetzt war, befand sich in der heutigen Kannenstraße 3.

Das "allgemeine Steuerprovisorium" (VO vom 13.05.1808) legte vier direkte Steuern fest: Die Grund- und Rustikalsteuer, die Haussteuer, die Dominikalsteuer (sie erfasste alle Bezüge wie Zehenten, Grund- und Bodenzinsen) und die Gewerbesteuer.

Das Grundstückseigentum war in "Fassionen" eingetragen. Auf ihrer Grundlage wurden die Steuerkataster und später die Grundbücher (1898) angelegt.

1885 wurde das Rentamt Ansbach in die Jägerkaserne in der Bischof - Meiser - Straße verlegt.

Im Rahmen der Reichsfinanzverwaltung (Gesetz vom 01.10.1919) schuf der damalige Reichsfinanzminister Erzberger neben 16 wichtigen Reformgesetzen (u. a. für Umsatz-, Einkommen-, Körperschaft-, Erbschaft- und Grunderwerbsteuer) eine Neugliederung der Steuerbehörden: es entstand das Finanzamt. Viele Rentämter wurden dabei zusammengefasst. Außer in Ansbach beließ man in Dinkelsbühl, Gunzenhausen, Rothenburg und Uffenheim Steuerämter. 1927 errichtete die Reichsfinanzverwaltung in der Dürrnerstraße 2 ein neues Finanzamtsgebäude, das auch nach dem Aufbau der föderativen Finanzverwaltung als örtliche Landesbehörde für die Verwaltung der Steuern weiterdiente.

Nach der Gebietsreform im Jahr 1973 wurde die Planung, auf einem Gelände von rund 11.000 qm einen Neubau für Finanzamt und Vermessungsamt zu errichten, abgeschlossen.

Der Baubeginn erfolgte 1976. Im November 1978 war der Hochbau an der Mozartstraße fertiggestellt. Die veranschlagten Baukosten von 18 Millionen wurden um 3 Millionen unterschritten. Die Steuerbürger und vor allem die Amtsangehörigen, die zuletzt auf vier verschiedene Gebäude aufgeteilt waren, haben dieses neu geschaffene Bauwerk voll akzeptiert.

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