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05. August 2005 - Passauer Neue Presse
Werke, die um Menschen und ihren Schöpfer kreisen
Bilder von Rosemarie Wurm im Finanzamt
Roswitha Blab (rechts) und stellv. Amtsleiter Manfred Legner eröffneten die Ausstellung von Rosemarie Wurm im Finanzamt. (Foto: Wurm)
Harmonisch wirken die Werke von Rosemarie Wurm. Die Künstlerin aus Gsenget bei Neureichenau zeigt im Servicezentrum des Finanzamts ungewöhnliche Drucke aus Baumrinde mit Holzbeize auf Japanpapier. Sie empfindet damit die Struktur von Käferfraß und Gängen des Borkenkäfers nach und erinnert mit diesen Arbeiten an den kranken Wald.
Zu sehen sind auch Acrylbilder auf Nessel und Leinwand, drei Triptychen mit den Titeln „Wüste und Jahrmarkt“, „Winterspaziergang“ und „An den Rand gedrängt“. Die Schau umfasst auch Frauenakte. Die vielseitig seit 1992 freischaffende Künstlerin befasst sich in ihrer Kunst mit Lebens- und Sinnfragen, die sie in ihre ganz persönliche Bildsprache umsetzt. Sie bevorzugt Blautöne und Erdfarben. Ihre Werke kreisen um den Menschen und seinen Schöpfer. Auch die Natur ist ein wesentliches Element in ihrer Arbeit.
Anstoß zu ihren Werken geben Rosemarie Wurm Zeitgeschehen, Musik, Naturerlebnisse, Begegnungen und Literatur. Zum Bild „Lass uns nicht stehen bleiben“ inspirierte sie ein Gedicht von Hermann Hesse. Bei aller Gegenständlichkeit vernachlässige sie nicht das Abstrakte im Sinne Kandinskys „Über das Geistige in der Kunst“, sagte Horst Dieter Geyer, Vorsitzender des Kunstvereins Wolfstein. Sie finde zu einer modernen Gegenständlichkeit ohne Fatalismus.
(i) Die Ausstellung ist bis Ende Oktober Montag bis Mittwoch von 7.30 bis 15.00 Uhr, Donnerstag von 7.30 bis 17.00 Uhr und Freitag von 7.30 bis 12.00 Uhr zu sehen.