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Formulare Kirchensteuer

Sperrvermerksvordruck, § 51a Abs. 2e EStG

Anleger hatten bislang ein Wahlrecht, ob sie bei ihrem Bank- bzw. Versicherungsinstitut die Berücksichtigung der Kirchensteuer beim Kapitalertragsteuerabzug beantragen und hierfür ihre Religionszugehörigkeit bekanntgeben.

Künftig wird die Kirchensteuer auf Kapitalerträge wie die Abgeltungsteuer grundsätzlich im allgemeinen Quellenabzug durch die Banken und Versicherungen erhoben. Diese Neuregelung gilt für alle Kapitalerträge, die nach dem 31.12.2014 zufließen.

Hiernach haben die zum Steuerabzug verpflichteten Institutionen alljährlich im Zeitraum 01. September bis 31. Oktober beim Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) die Kirchensteuerpflicht und ggfs. Religionszugehörigkeit ihrer Kunden abzufragen. Gegen die Weitergabe dieser Daten kann der Bürger jedoch beim BZSt Widerspruch erheben.

Der Widerspruch muss mit amtlich vorgeschriebenem Vordruck (Sperrvermerksvordruck, § 51a Abs. 2e EStG) eingelegt und bis zum 30. Juni des Vorjahres beim BZSt eingegangen sein.

Wichtig!

Wird ein Sperrvermerk eingetragen, so ist die/der Betreffende zur Abgabe einer Steuererklärung zum Zwecke der Veranlagung nach § 51a Abs. 2d Satz 1 EStG verpflichtet. Daher übermittelt das BZSt für jedes Veranlagungsjahr, für das der Sperrvermerk abgerufen worden ist, an das Wohnsitzfinanzamt Name und Anschrift der jeweiligen Person.

Ansprechpartner

Zentrale Anlaufstelle für alle fachlichen Fragen zur Neuregelung des Kirchenertragsteuerabzugs und zum Sperrvermerk ist  das Steuerliche Info-Center (SIC) des BZSt, das Sie telefonisch erreichen unter:

  • 0228 406 – 1240

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