Finanzamt Eichstätt: Über uns - Geschichte

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Geschichte

Zur Geschichte des Finanzamts Eichstätt

Mit der Säkularisation im Jahr 1802 kam das geistliche Fürstentum Eichstätt an Bayern. Noch im gleichen Jahr wurde das Rentamt Eichstätt als staatliche Behörde "zur Einnahme und Verrechnung der Staatsgefälle" durch eine höchstlandesherrliche Verordnung gegründet. In den folgenden Jahrzehnten wechselten die Herren des Fürstentums noch mehrmals, bis es 1855 dann endgültig in die unmittelbare Landeshoheit Bayerns überging.

Die weitere Entwicklung des Rent- und späteren Finanzamts verlief in ruhigen Bahnen, da Eichstätt abseits der großen Verkehrswege lag und somit von der Industrialisierung und ihren Folgen nur wenig berührt wurde.

Erst 1929 ergab sich eine gravierende Änderung, weil die Finanzämter Kipfenberg und Greding aufgelöst und deren Zuständigkeitsgebiet auf die angrenzenden Finanzämter aufgeteilt wurden. Der Eichstätter Amtsbezirk vergrößerte sich dadurch auf 513 km². Der Landkreis Eichstätt gehörte damals zum Regierungsbezirk Mittelfranken. Vorgesetzte Behörde des Finanzamts war somit die Oberfinanzdirektion Nürnberg. Ende 1971 zählte der Amtsbezirk 36.142 Einwohner.

Als Folge der Gebietsreform im Jahr 1972 wurde der Bezirk des Finanzamts Eichstätt auf den gesamten neuen Landkreis Eichstätt erweitert. Das neue Gebiet setzte sich aus der früher kreisfreien Stadt Eichstätt, dem Gebiet des bisherigen Landkreises Eichstätt und Teilen der früheren Landkreise Ingolstadt, Beilngries, Riedenburg, Hilpoltstein und sogar Pfaffenhofen und Donauwörth zusammen. Die Fläche des neuen Kreises wurde dadurch mehr als verdoppelt, sie beträgt nunmehr 1.214 km². Die Einwohnerzahl verdreifachte sich nahezu auf 96.000 Menschen (1973). Seit der Neugliederung gehört der Landkreis Eichstätt zum Regierungsbezirk Oberbayern. Dementsprechend wechselte auch die vorgesetzte Behörde des Finanzamts: Nunmehr war die Oberfinanzdirektion München zuständig, die im Jahr 2005 im Rahmen der Verwaltungsreform "Verwaltung 21" im neu geschaffenen Bayerischen Landesamt für Steuern (BayLfSt) aufgegangen ist.

Eine kleine Nebenfolge des Zuständigkeitswechsels von Nord- nach Südbayern ist die Finanzamtsnummer 171, mit der jede Eichstätter Steuernummer beginnt. Da Eichstätt als Nachzügler zu den südbayerischen Finanzämtern gestoßen ist, war nur noch der (damals) letzte Platz in der Nummernfolge frei.

Personalentwicklung:

Bei der Gründung des Rentamts im Jahr 1802 bestand das Personal aus einem Rentbeamten, dem erforderlichen Schreibpersonal und einem Amtsboten. Mit der Zunahme der Aufgaben wuchs der Personalbestand langsam aber kontinuierlich. Um die Jahrhundertwende waren es schon ein Rentamtmann, ein Assessor, ein Sekretär, ein Offiziant, zwei Kameralpraktikanten, ein zweiter und ein dritter Amtsgehilfe, drei Inzipienten und zwei Diener. 1955 hatte das Amt schließlich einen Personalhöchststand von 38 Kräften erreicht, der sich in den Folgejahren wieder etwas verminderte.

Die Folgen der Gebietsreform, der ständige Einwohnerzuwachs im Amtsbezirk und zahlreiche Aufgabenmehrungen ließen das Stammpersonal bis Anfang der 90er Jahre auf knapp 100 Arbeitskräfte anwachsen. Seither ist der Personalstand nach Planstellen gerechnet praktisch unverändert. Nach Köpfen hat sich eine deutliche Zunahme auf rund 120 Kräfte ergeben, weil mittlerweile rund ein Drittel aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter teilzeitbeschäftigt ist.

Anhang: Geschichte des ehemaligen Finanzamts Beilngries

1806 an Stelle des bischöflichen Amtes als königlich bayerisches Rentamt eingerichtet, gehörte es ursprünglich zum Altmühlkreis, seit 1810 dann zum Oberdonaukreis und ab 1817 zum Regenkreis. Bei der Neueinteilung der bayerischen Kreise im Jahr 1837 teilte man den Bezirk Beilngries Mittelfranken zu. 1879 kam er dann wieder zur Oberpfalz. 1928 vergrößerte sich der Amtsbezirk Beilngries um ein Teilgebiet (20 Gemeinden) des aufgelösten Finanzamts Kipfenberg. Mit der Gebietsreform 1972 wurden der Landkreis und 1973 dann auch das Finanzamt als Behörde aufgelöst. Die Belegschaft des Amts wurde auf die Finanzämter Eichstätt und Neumarkt/Opf. aufgeteilt.

Untergebracht war das Rentamt Beilngries in dem ehemals bischöflichen Kastenamt, das 1740 durch den bischöflich-eichstättischen Baumeister Gabrieli errichtet worden war. 1914 wurde dann ein neues Gebäude an der Eichstätter Straße bezogen, das bis zur Auflösung als Finanzamt diente.

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